Die Zielsetzungen des Bundespersonalgesetzes (BPG) seien nach wie vor aktuell. Gesetzgeberisch bestehe damit kein Handlungsbedarf, hielt Nationalrätin Brigitta Gadient (BDP/GR), unter deren Leitung der Bericht ausgearbeitet wurde, fest. Dagegen kritisierte die GPK, dass die Kompetenz für die Personalpolitik weitgehend an das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) delegiert wurde.

Für die Strategie müsse der Bund zuständig sein, findet die Kommission. Zum Teil sei die Strategie zudem nicht transparent und in gewissen Fragen sei überhaupt keine Strategie zu erkennen.

Als Beispiel nennt die GPK das Ausbildungszentrum des Personalamtes (EPA), das in 2006 wegen der Dezentralisierung der Ausbildungsangebote aufgehoben wurde. Seit Ende 2008 wird nun wieder ein neues Ausbildungszentrum aufgebaut. Mittlerweile bieten gewisse Departemente wieder gemeinsam Weiterbildung an.

Die GPK empfiehlt dem Bundesrat, eine umfassende Strategie zur Bundespersonalpolitik auszuarbeiten. Die Entwicklung einer Strategie habe gegenüber einer Gesetzesrevision Vorrang, sagte Gadient an die Adresse von Bundesrat Hans-Rudolf Merz, der noch vor Ende Jahr die nächste BPG-Revision vorlegen will.

Gleichzeitig plädiert die Kommission dafür, dass das Lohnsystem noch weiter auf "Leistungsgerechtigkeit" getrimmt wird. Erfahrungsjahre würden bei der Lohnberechnung zu hoch gewichtet.