Philipp Hadorn (SP) ist erbost: "Wieder einmal sind im Nationalrat Wirtschaftsinteressen wichtiger als der Schutz von Menschen." Der Nationalrat ist selbst Mitglied der zuständigen Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen, die diese Empfehlung zu verantworten hat. 

Die Kommission hat am Dienstag eine Motion verabschiedet, weil die Raststätten Wettbewerbsnachteile gegenüber Tankstellenshops entlang normaler Strassen hätten. Hadorn, auch Präsident des Blauen Kreuzes Schweiz, lässt sich in einer Mitteilung zitieren: "Das Alkoholverbot auf Autobahnraststätten rettet Leben – das wegen einem kleinen Gewinnausfall aufzuheben ist mehr als fragwürdig. Zudem widerspräche ein solches Ansinnen den Präventions-Anstrengungen des Bundes zur Sicherheit im Strassenverkehr." 

Wegen der höheren Geschwindigkeiten sei die Gefahr auf Autobahnen ungleich höher. Für Hadorn ist der Eingriff in die Wettbewerbsfreiheit richtig: "Für das Blaue Kreuz überwiegt der Schutz von Menschenleben die wirtschaftlichen Interessen klar."