Generator repariert
Aufatmen im AKW Gösgen: Fehler gefunden, Rotor wird wieder eingebaut

Der Fehler im neuen Generator des AKW Gösgen ist gefunden und behoben worden – in zwei Wochen soll wieder Strom produziert werden. Kraftwerksleiter Meinecke schätzt den Ausfall auf rund 8 Prozent der Jahresproduktion.

Christian von Arx
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Der Rotor des neuen Generators vor dem erstmaligen Einbau Anfang Mai 2013

Der Rotor des neuen Generators vor dem erstmaligen Einbau Anfang Mai 2013

Kernkraftwerk Gösgen

Nicht die Farbabplatzungen an der Rotor-Oberfläche waren die Ursache für die zu hohen Schwingungen im neuen Generator, sondern eine kleine Zahl von verschlossenen Kühlgas-Löchern in der Rotormitte.

«Die zwischen den Leitern liegenden Isolationsschichten waren im Herstellerwerk teilweise nicht ausgeschnitten worden. Dadurch wurde der Kühlgasstrom blockiert», teilte das KKG am Freitag mit. 6 von insgesamt 784 Kühlkanälen waren verschlossen.

Inzwischen wurde der Fehler behoben: «Am Donnerstagabend, 11. Juli, bestätigten Prüfungen die Durchgängigkeit sämtlicher Kühlgaskanäle des Rotors.»

Damit sei die Voraussetzung gegeben, dass der Generator-Rotor wieder eingebaut werden kann. Der Wiedereinbau beginnt am Samstag. Das Kraftwerk werde den Leistungsbetrieb in rund zwei Wochen aufnehmen können.

Zuerst waren Farbabplatzungen an der Rotor-Oberfläche als Ursache der Schwingungen vermutet worden.

Das sei inzwischen widerlegt: «Der Korrosionsschutz hatte die Funktion, den Rotor während Fabrikation und Transport zu schützen. Im Betriebszustand ist er nicht notwendig», schreibt das Kernkraftwerk Gösgen in einer Mitteilung. Die Farbreste im Innern des Rotors und auf der Oberfläche wurden entfernt.

Kraftwerksleiter Herbert Meinecke will sich noch nicht auf ein genaues Datum für die Wiederaufnahme der Stromproduktion festlegen: «Es kann um den 24. Juli herum sein – vielleicht am 23., vielleicht am 26.»

So oder so wird das KKG wegen des Problems mit dem neuen Rotor etwa drei Wochen lang ungeplant keinen Strom produziert haben. Meinecke schätzt den Ausfall auf etwa 8 Prozent der geplanten Jahresproduktion seines Werks für 2013.