Wetter

Auf die Eisheiligen folgt direkt der Sommer

Menschen geniessen die warmen Temperaturen in einem Zürcher Park

Menschen geniessen die warmen Temperaturen in einem Zürcher Park

Das Schweizer Wetter hat am Wochenende nach den kühlen und nassen Eisheiligen direkt in den Sommermodus gewechselt. Während am Sonntagmorgen teilweise noch Bodenfrost herrschte, kletterte das Thermometer im Verlauf des Tages auf sommerliche Temperaturen.

In Visp wurden am Nachmittag 24,6 Grad gemessen, wie Felix Blumer von SRF Meteo sagte. Damit kratzten die Walliser bereits am Sommerwert von 25 Grad. Auch an anderen Orten herrschten Temperaturen von über 20 Grad.

Vielerorts in der Schweiz waren erstmals seit Wochen die Pärke, Seepromenaden oder Strassencafés wieder voller Menschen, die die Sonne genossen.

In weiten Teilen der Schweiz begann zudem die Heuernte. Auf Heuwetter hatten die Bauern bislang vergeblich gehofft: Die ersten drei Wochen im Mai waren zu nass, zu kalt und zuletzt auch zu windig. Dennoch begann die Heuernte in diesem Jahr früh.

Seit dem Beginn des Kälteeinbruchs am 25. April lagen die Temperaturen zwei bis drei Grad unter dem Schnitt. In Zürich zum Beispiel liegt die durchschnittliche Mai-Temperatur bei 13,5 Grad. In den ersten Maiwochen 2014 lag sie aber 2,7 Grad tiefer.

Der Wind hat gedreht

"Die Krönung waren die Eisheiligen zwischen dem 12. und dem 15. Mai mit teilweise Schnee und Hagel", sagte Blumer. Nach der kalten Sophie am 15. des Monats zeigten die Thermometer zwar offiziell bis zu 16 Grad an. Doch wegen der starken Bise war es etwa die gefühlte Hälfte davon.

Doch nun kommt der Sommer - darüber sie die Meteorologen sich einig: Spätestens ab Dienstag prognostiziert zum Beispiel Meteonews 25 Grad bei leichtem Föhn. Grund für den Wetterwechsel sei, dass die Winde von Nord auf Süd drehen. Sie bringen warme Luft aus Nordafrika nach Europa. Die Temperaturen klettern kommende Woche stetig nach oben auf bis zu 28 Grad.

Hochsommer klopft an

"Bis zur Wochenmitte könnten wir gar direkt in den Hochsommer durchstarten", sagte SRF-Meteorologe Blumer. Auch Meteonews geht davon aus, dass mit Föhn das Thermometer im Rheintal auf 30 Grad klettert und damit die St. Galler in diesem Jahr ihren ersten offiziellen Hitzetag erleben könnten.

"Da die Luft derzeit trocken ist, lässt sich das aushalten", sagte Blumer. Doch die wegen der trockenen und klaren Luft prallen Sonne habe auch ihre Tücken: Es bestehe die Gefahr von Sonnenbränden und Hitzschlägen, warnte der Wettermann.

Wie lange die Schönwetterlage auf der Alpennordseite andauern wird, ist noch offen. Eine Ende sei derzeit nicht absehbar, sagte Blumer. Vorläufig sei jedenfalls kein Kälteeinbruch in Sicht, liess Meteonews verlauten.

Regen im Tessin

Das Nachsehen hat das Tessin, in dem in den vergangenen Wochen wegen des Nordföhns die Sonne lachte, wenn auch bei windigem Wetter. Doch am Samstag zogen in der Sonnenstube erste Wolken auf.

Kommende Woche sollten die Tessiner und Tessinerinnen den Regenschirm wieder mitnehmen, wenn sie das Haus verlassen. Ab Donnerstag geht es dann laut den Meteorologen gar nicht mehr ohne Schirm oder Regenjacke.

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