Wie Kirsten Hammerich, Sprecherin Heer im VBS, einen Bericht des "Tages-Anzeigers" bestätigte, gehören der Sondertruppe derzeit 51 Profis und 467 Milizangehörige an. Von diesen arbeitet ein Teil im Zivilleben als Polizisten.

Zu ihren Aufträgen zählen der Schutz des Bundesrats in besonderen Lagen, Massnahmen zur Sicherheit an Bord von Schweizer Linienflugzeugen sowie Spionage- und Sabotageabwehr zugunsten der Armee. Die Einsatzstatistik ist laut VBS ebenso geheim wie das Budget der Truppe, die sich auf das Militärgesetz stützt.

Die Sondertruppe existiere seit dem Jahr 2004, führte Hammerich aus; deren Existenz sei an sich bekannt. Tatsächlich sind auf der Internetseite des VBS die "Besonderen Dienste der Militärpolizei" aufgeführt, und zwar laut der Sprecherin seit deren Bestehen.

Dort ist nachzulesen, dass die Angehörigen der Spezialtruppe über eine polizeiliche Ausbildung und eine mehrjährige Einsatzerfahrung verfügen. Ein vertieftes Interesse an Sicherheitsfragen, an ausländischen Kulturen sowie gute Sprachkenntnisse und Einsatzbereitschaft sind Vorbedingungen.

Die Angehörigen der Sondereinheit sind schwer bewaffnet. Zur Standardausrüstung gehören Maschinenpistolen sowie Sturm- und Mehrzweckgewehre. Weiter verfügt die Einheit über Personenschutzfahrzeuge, die bei Staatsbesuchen benützt werden. Die Spezialausrüstung ist geheim.