Steinigung

Auch Italien macht mobil gegen Steinigung von Iranerin

Italienische Regierung liess Poster an der Fassade des Regierungssitzes aufhängen

Italienische Regierung liess Poster an der Fassade des Regierungssitzes aufhängen

Nach dem Einsatz der französischen Präsidentengattin für eine zur Steinigung verurteilte Iranerin hat sich auch Italien öffentlich gegen die grausame Strafe ausgesprochen.

"Wir können nicht akzeptieren, dass eine Frau, wo auch immer in der Welt sie sich befindet, durch Steinigung zu Tode gebracht wird. Das ist eine unmenschliche und grauenhafte Praxis, die gegen die alle Menschenrechte verstösst", hiess es am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung des italienischen Aussenministers, Franco Frattini, und der italienischen Ministerin für Gleichstellung, Mara Carfagna.

Um ihren Protest mit der breiten Öffentlichkeit zu teilen, liess die italienische Regierung am Mittwoch ein grossformatiges Poster mit dem Foto der bedrohten Frau an der Fassade des Regierungssitzes "Palazzo Chigi" aufhängen.

Eine ähnliche Initiative startete die Stadt Florenz, die ebenfalls ein grosses Foto der zum Tode Verurteilten am Palazzo Medici im historischen Zentrum der Stadt befestigen liess.

Das frühere Model Carla Sarkozy hatte sich in einem Mitte August im Internet veröffentlichten Brief für die 43-jährige Iranerin Sakineh Mohammadi-Aschtiani stark gemacht. Das wegen Ehebruchs verhängte Urteil hatte weltweit Proteste ausgelöst.

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