Asylgesuche
Auch in Tunesien gab es Probleme mit Asylgesuchen

Diesen Sommer liess das Bundesamt für Migration (BfM) rund 100 tunesische Flüchtlinge einreisen.Die Vorgänge sollten geheim gehalten werden, damit die Lage hierzulande nicht «noch weiter aufgeheizt werde», wie es heisst.

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BFM-Direktor Alard du Bois-Reymond sagte, seine Entlassung habe sich schon länger angebahnt (Archiv)

BFM-Direktor Alard du Bois-Reymond sagte, seine Entlassung habe sich schon länger angebahnt (Archiv)

Keystone

Die Schweizer Botschaft in Damaskus hat 2006 bis zu 10 000 Asylgesuche von irakischen Flüchtlingen verschwinden lassen. Diesen Fall machte am Mittwoch Justizministerin Simonetta Sommaruga publik.

100 tunesische Flüchtlinge reisten in die schweiz ein

Jetzt ergaben Recherchen der «NZZ am Sonntag»: Auch in Tunesien gab es Probleme mit Asylgesuchen. Diesen Sommer liess das Bundesamt für Migration (BfM)von dort mit einem rechtlich umstrittenen Entscheid rund 100 Flüchtlinge in die Schweiz einreisen. Es handelt sich dabei mehrheitlich um Eritreer. Die Vorgänge sollte geheim gehalten werden, «damit die asylpolitisch angespannte Lage in der Schweiz nicht noch weiter aufgeheizt» werde, wie eine Quelle berichtet.

Enlassung Reymonds hatte sich angebahnt

Der diese Woche entlassene BfM-Direktor Alard du Bois-Reymond bestätigte die Einreise der Flüchtlinge aus Tunesien gegenüber der «NZZ am Sonntag». In Bezug auf seine Entlassung räumte er im Interview ein, dass sich diese schon längere Zeit angebahnt hatte. «Zwischen Bundesrätin Simonetta Sommaruga und mir haben diesbezüglich seit Anfang 2011 mehrere Gespräche stattgefunden.»

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