Einheitsgemeinde Kappel
Auch in Kappel wird die Einheitsgemeinde angestrebt

Am Freitag wurde auf der Gemeinde und in der Primarschule in Kappel eine Einzelinitiative «für eine optimale Gemeindeinfrastruktur» eingereicht. Nach dem Muster von Hausen beabsichtigt der Vorstoss, die beiden Güter bis Ende 2011 zusammenzuführen.

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Auch in Kappel wird die Einheitsgemeinde angestrebt

Auch in Kappel wird die Einheitsgemeinde angestrebt

Anders als in Hausen dürfte die Initiative von Erstunterzeichner Viktor Häberling bei den Verantwortlichen in Kappel auf Zustimmung stossen. Zu früheren Zeitpunkten haben sowohl Gemeindepräsident Kurt Bär als auch Primarschulpräsident Andreas Herren die Zusammenführung der beiden Kleingemeinden mit total 850 Einwohnern, beziehungsweise 85 Schulkindern als eines der Ziele ihres Gremiums angegeben. Über den Zeitpunkt wurden jedoch nie konkrete Angaben gemacht. Häberling und sechs in der Gemeinde namhafte Mitunterzeichner wollen den Vorgang nun beschleunigen. Die Fusion der beiden Gemeinden soll laut Initiativtext «spätestens per Ende 2011 erfolgen».
Aus dem Initiativtext ist zu entnehmen, dass die Schulpflege innerhalb der Einheitsgemeinde zur «Kommission mit selbstständiger Verwaltungsbefugnis» werden soll. Die Kommission hat - sofern die Initiative auch vom Souverän gutgeheissen wird - ein direktes Antragsrecht an die Gemeindeversammlung. Sie muss ihre Anliegen also nicht zuerst dem Gemeinderat unterbreiten. Für die Regelung des Schulpräsidiums gibt es zwei Varianten: Entweder wird ein Mitglied des Gemeinderates in die Schulpflege delegiert, so wie es in Rifferswil seit Jahren praktiziert wird. Oder die Schulpflege wird komplett (inklusive Präsidium) an der Urne gewählt und bestimmt anschliessend selber, welches Mitglied in den Gemeinderat delegiert wird. Die Verfasser der Initiative befürwortet die Variante, die in Hausen angewandt wird: dass das Präsidium der Schulpflege automatisch Mitglied im Gemeinderat ist. Bei Annahme der Initiative werden die Modalitäten von den beiden Gemeindeführungen in einer neuen Gemeindeordnung festgelegt, über die der Souverän an der Urne nochmals abstimmt. (map.)

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