Der Kokain-Kauf von Luzi Stamm (66) ist nach wie vor Gesprächsthema im Bundeshaus. Am Dienstagabend hatte der Argauer SVP-Nationalrat in Bern ein Gramm der Droge bei einem Dealer erstanden. Der Rechtsanwalt gab am nächsten Morgen seine Geschichte der Polizei zu Protokoll. Mit seiner Strafanzeige wolle er nicht nur, dass der Dealer bestraft wird, sondern auch die Politik wachrütteln.

Erst vor wenigen Monaten war der Politiker im Bundeshaus schon einmal mit einer anderen speziellen Geschichte aufgefallen. Er war während der Wintersession mit einer Million Euro Falschgeld in einem Koffer durch das Bundeshaus gelaufen. Das berichtet Tele M1 – mehrere Politiker aus dem Bundeshaus haben dem Regionalsender davon erzählt.

Koffer voller Falschgeld

Gegenüber Tele M1 bestätigt der Rechtsanwalt aus Baden AG die Geschichte. Das Falschgeld habe einem Klienten gehört. Weil Session gewesen sei, habe er es im Koffer in Bern dabei gehabt. Er habe es sofort von Spezialisten begutachten lassen. Wegen des Anwaltsgeheimnisses könne er nicht mehr dazu sagen. 

Reimann verteidigt Stamm

Rütteln die Falschgeld- und Kokainkauf-Geschichten an der Glaubwürdigkeit von Luzi Stamm? Nein, findet Maximilian Reimann, ein anderer Aargauer SVP-Nationalrat, der wie Stamm im Herbst nicht mehr auf der SVP-Nationalratsliste kandidiert. Er attestiert seinem Parteikollegen "hervorragende Arbeit", er erlebe Stamms Wirken seit acht Jahren in der aussenpolitischen Kommission. Laut TeleM1 steht auch die Parteileitung der SVP Aargau hinter Luzi Stamm. (pz)

Luzi Stamm über seinen Kokain-Kauf: "Er fuhr auf mein Wort 'high' ab."

Luzi Stamm über seinen Kokain-Kauf: "Er fuhr auf mein Wort 'high' ab."

Stamm hat am Dienstagabend bei einem Spaziergang durch Bern verschiedene Drogen angeboten bekommen und kaufte 1 Gramm Kokain. Dies, um ein Zeichen zu setzten.