Altersheim
Auch Ältere sollen in Wettingen wohnen

Wettingen soll weitere Alterswohnungen erhalten. Die Gemeinde, die Gemeinnützige Genossenschaft Wettingen (GGW) und die römisch-katholische Kirchgemeinde haben eine Steuergruppe eingesetzt, die das Projekt vorbereitet.

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Alterssiedlung Wettingen

Alterssiedlung Wettingen

Aargauer Zeitung

Dieter Minder

Am Vorhaben ebenfalls interessiert sind die Stiftung für Behinderte Wettingen (Arwo) und der Hospitzverein Aargau. «Es ist sinnvoll, wenn sich die Kirchgemeinde in diesem Bereich engagiert», sagt Kirchenpflegepräsidentin Claudia Chapuis. Mit einem Landabtausch will die Kirchgemeinde nun den Weg für das Vorhaben frei machen. «Dazu brauchen wir die Zustimmung der Kirchgemeindeversammlung.» Im Zentrum des Interesses steht ein Grundstück an der Bifangstrasse, im Gebiet Langächer. Es ist dasselbe Grundstück, auf dem Wettingen jahrzehntelang ein eigenes Alters- und Pflegeheim plante. Nachdem dieses aus finanziellen Gründen gescheitert war, konzentrierte sich die Gemeinde auf Pflegewohnungen. Die GGW betreibt zudem drei Siedlungen mit Alterswohnungen. Eine davon, die Siedlung Sulperg, steht in unmittelbarer Nähe des geplanten Neubaus.

Bedarf hat gewechselt

In einem stark wachsenden Wettingen hätte St. Bernhard neben St. Sebastian und St. Anton die dritte Pfarrei werden sollen. Weitsichtig hatte sich die römisch-katholische Kirchgemeinde in der unteren Geisswies bereits ein Areal dafür gesichert. Dieser Bedarf sei nicht mehr vorhanden, stellt die Kirchenpflege nun fest. Stattdessen priorisiert sie ein Zentrum für pflegebedürftige und betagte Personen. Ein solches Alters- und Betagtenheim sollte jedoch näher beim Zentrum liegen. Deshalb will die Kirchgemeinde das Land Geisswies, an der Neufeldstrasse, mit der kommunalen Parzelle Langäcker tauschen. Falls die Kirchgemeindeversammlung dem Vorhaben zustimmt, will die Kirchenpflege mit den anderen Beteiligten verhandeln und den Landerwerb abschliessen.

Sehr gutes Rechnungsjahr

Die Rechung 2008 der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Wettingen weist bei einem Umsatz von 4,794 Millionen Franken Mehreinnahmen von 219 000 Franken aus. Aufgrund des guten Ergebnisses konnten 563 000 Franken abgeschrieben werden. Der grösste Anteil, nämlich 400 000 Franken, entfällt dabei auf das Haus Klosterstrasse 12. Dieses hat damit in der Bestandsrechnungen noch einen Wert von 1 Franken. Die Bankschulden sanken im Geschäftsjahr von 900 000 auf 200 000 Franken. Wie üblich wurden die Steuern durch die politische Gemeinde erhoben. Dafür wurden ihr 168 900 Franken überwiesen. Insgesamt sind der Kirchgemeinde 4,197 Millionen an Steuern zugeflossen, das sind 127 670 mehr als erwartet.

Wachstum wird fast null

Das Budget 2010 basiert auf einem Steuerfuss von 19%. Damit sollten 4,08 Millionen in die Gemeindekasse fliessen. Die Kirchenpflege schreibt dazu: «Wir erwarten für das Jahr 2010 stagnierende Verhältnisse bei den Einwohnerzahlen und budgetieren deshalb gleich hohen Steuereinnahmen wie im Vorjahr.» Knapp 15% der eingehenden Steuern müssen der Landeskirche abgeliefert werden.