Aesch

Attraktiv für Stadtflüchtlinge

Regierungsrat Peter Zwick in der Füherkabine eines Baggers.

Zwick, Bagger

Regierungsrat Peter Zwick in der Füherkabine eines Baggers.

Mit dem Wohnpark «Im Steinacker» im Aescher Dorfkern wird eine der letzten grossen Baulücken in der Vorortgemeinde geschlossen. Regierungsrat Peter Zwick baggerte beim Spatenstich sichtlich vergnügt den Boden an.

Eugen Schwarz jun.

Mitten in Aesch entsteht entlang der Hauptstrasse der Wohnpark «Im Steinacker» mit 60 Miet- und Eigentumswohnungen. Es ist eines der grössten Bauprojekte, das in Aesch in der jüngeren Vergangenheit aufgegleist wurde. Das in Aesch domizilierte Bauunternehmen Rofra erstellt 27 Eigentumswohnungen entlang der Hauptstrasse. Ergänzt wird der Wohnpark mit je fünf Reihen-Einfamilienhäusern auf dem Land dahinter.

Zusätzlich baut die Baselland Transport (BLT) am heuten Standort des alten Tramdepots eine Siedlung mit 21 Mietwohnungen. Die Wohnungen werden mitten ins Dorfzentrum eingebettet. Die Steinacker-Überbauung wird ihren rund 200 Bewohnern optimale Anbindungen an den Öffentlichen Verkehr ermöglichen und 35 Millionen Franken kosten.

Hauptstrasse wird Flanierzone

Mit der neuen Wohnsiedlung an der Hauptstrasse schliessen sich in Aesch die letzten grossen Baulücken. 8,5 unbebaute Hektaren sind im Siedlungsgebiet «versteckt». Umso wichtiger ist es für Gemeindepräsidentin Marianne Hollinger, die Verdichtung wo möglich und sinnvoll voranzutreiben - auch im Hinblick auf die Tatsache, dass stadtnahe Gemeinden für Land- wie Stadtflüchtige zunehmend attraktiver werden. Als Gegenakzent zur Verdichtung im Dorfkern soll die Hauptstrasse auf etwa 350 Metern vom Verkehr entlastet und in eine Flanier- und Begegnungszone umgewandelt werden - mit Begrünungen, einer Verbreiterung des Trottoirs und anderen Boulevard-Elementen.

Bubenträume wurden wahr

Für den Spatenstich liess sich die Rofra etwas Besonderes einfallen. 20 Bagger wurden aufgefahren. Kleine, grosse und sehr grosse Maschinen standen am Samstagmorgen für die Bevölkerung bereit. Unter den Gäs- ten befand sich der Baselbieter Volkswirtschaftsdirektor Peter Zwick, der sich über die Investitionen in der Bauwirtschaft erfreut zeigte. «Es braucht in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Unternehmer, die Zuversicht verbreiten und eine Leaderfunktion übernehmen.»

Zwick setzte sich höchstselbst in den grössten Schaufelbagger auf dem Platz, mit dem er Ladung um Ladung aus dem Boden holte. Zwicks Mimik verriet, dass er dabei grossen Spass hatte. In der Baggerkabine wurden am Samstag nicht nur regierungsrätliche Bubenträume wahr. Viele Kinder nutzten die Gelegenheit, Sandkastenphantasien in der Realität ausleben zu dürfen. Unter Aufsicht durften sie ihr Geschick an den Maschinen-Joysticks beweisen. Was die Kinder mit spielerischer Leichtigkeit sofort beherrschten, war für die Erwachsenen um einiges schwieriger erlernbar. Vielen Grossen stand die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben, wenn sie beim Schaufel-Geschicklichkeitstest scheiterten - und mitansehen mussten, wie die Kinder in schöner Regelmässigkeit Erfolge feiern konnten.

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