Attestausbildung

Attestausbildung: Aargau geht als Pionier voran

Im Gesundheitsbereich werden bis 2030 zwischen 120 000 und 190 000 Fachkräfte fehlen. Um diesen Engpass zu bekämpfen, bietet der Aargau als erster Kanton eine zweijährige Attestausbildung im Gesundheitswesen an.

Mathias Küng

Gesamtschweizerisch sind 330 000 Personen im Gesundheitswesen tätig, im Aargau sind es rund 30 000. Etwa die Hälfte davon wird bis 2030 pensioniert. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Schulabgänger jährlich um ein bis zwei Prozent ab. Und parallel dazu steigt die Nachfrage nach ausgebildeten Gesundheitsfachkräften, weil immer mehr Menschen (erfreulicherweise) immer älter werden.

Dies zeigt: Wir steuern im Gesundheitsbereich mittelfristig auf einen dramatischen Engpass zu - wenn nicht rechtzeitig gegensteuer gegeben wird. Gesamtschweizerisch werden 2030 - je nach Berechnung - 120 000 bis 190 000 Gesundheitsfachleute fehlen. Da sind also Antworten, wie mehr Menschen für eine Ausbildung in diesem Bereich gewonnen werden können, dringlich.


Einen ersten kleinen Mosaikstein zur Problemlösung leistet jetzt der Aargau: Indem er als erster Kanton eine zweijährige Attestausbildung im Gesundheitswesen anbietet. Wer diese erfolgreich absolviert, erhält ein Eidgenössisches Attest als Praktiker bzw. Praktikerin Gesundheit und Betreuung DBA. Diese ersetzt die bisher angebotene einjährige Ausbildung zur Pflegeassistenz ab. Sie richtet sich an Jugendlich mit geringerem Schulsack. Beim Kanton hofft man, dass wie schon bei der bisherigen einjährigen jetzt auch bei der zweijährigen Ausbildung etwa 50 Personen einsteigen.

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