Die Zahl der eingereichten Asylgesuche stieg im dritten Quartal um 550 auf 7830. Verantwortlich waren vor allem Roma aus den Balkanstaaten Serbien, Mazedonien sowie Bosnien und Herzegowina. Im September ging die Zahl der Asylgesuche im Vergleich zum August dann aber um 19 Prozent zurück.

Das BFM begründet dies mit dem am 21. August eingeführten 48-Stunden-Verfahren: Asylsuchende aus Ländern, die für die Schweiz kein Visum brauchen, erhalten den erstinstanzlichen Entscheid innerhalb von 48 Stunden. Gestrichen wurde das Reisegeld von 100 Franken. Rückkehrhilfe wird seit April nicht mehr gewährt.

Im August ersuchten laut BFM noch 765 Menschen aus Bosnien, Serbien und Mazedonien in der Schweiz um Asyl, im September waren es noch 327. Ob die Massnahme auf längere Zeit wirkt, lässt sich nach Angaben des Bundesamtes aber erst in zwei bis drei Monaten feststellen.

Von Januar bis September konnten nach Angaben des BFM 34 Prozent mehr Asylgesuche erledigt werden als im Vorjahr. 3725 Ausländer verliessen im dritten Quartal unter behördlicher Kontrolle per Flugzeug das Land, 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. 1780 Menschen, doppelt so viele wie im Vorjahr, reisten selbständig aus.