Der Käfer sei letzte Woche vor einer Materialbaracke entdeckt und den Behörden gemeldet worden, heisst es in der Mitteilung. Eine Suchaktion mit einem auf den Käfer spezialisierten Hund im Umfeld der Grossbaustelle habe keine weiteren Exemplare zu Tage gebracht.

Derzeit würden alle Laubbäume im Umkreis von 200 Metern visuell kontrolliert. Das Material, das auf die Baustelle geliefert werde, werde speziell geprüft.

Der aus China stammende Schädling war 2011 in Deutschland nahe der Schweizer Grenze entdeckt worden. Später wurde er in den Kantonen Freiburg und Thurgau gefunden. Im Juli wurde in Winterthur ein Befallsherd entdeckt; 64 Alleebäume mussten gefällt werden.

Möglicherweise als blinder Passagier

Wie der Asiatische Laubholzbockkäfer nach Hertenstein gelangt ist, steht gemäss den Behörden noch nicht fest. Möglicherweise fuhr er als blinder Passagier mit einem Auto aus Winterthur an den Vierwaldstättersee. Genetische Analysen seien am Laufen, teilte die Dienststelle Landwirtschaft und Wald mit.

Der Käfer mit dem lateinischen Namen Anoplophora glabripennis befällt verschiedene Laubbäume und kann diese innert weniger Jahre zum Absterben bringen. Ein Käferfund muss den Behörden gemeldet werden.

Das 2,5 bis 4 Zentimeter grosse Tier ist schwarz und hat weisse Punkte. Es gelangte mit Verpackungsholz von Asien in die USA und nach Europa.