In der Zeitung  „Schweiz am Sonntag“ schreibt Armeechef André Blattmann in einem Gastbeitrag, die „sicherheitspolitischen Ereignisse haben sich in den letzten zwei Jahren überschlagen“. Es räche sich nun, dass im Bereich Militär und Sicherheit gespart worden sei: „Die Substanz zur Verteidigung wurde verringert.“ Und das ausgerechnet jetzt, wo die Bedrohungslage komplexer geworden sei.

„Selbst wenn wir heute (noch) nicht direkt von den kriegerischen Ereignissen auf der Welt betroffen sind, die Auswirkungen sind bereits bei uns angekommen“, so Blattmann:  „Die Terrorbedrohung steigt; hybride Kriege werden rund um den Erdball ausgefochten; die wirtschaftlichen Aussichten verdüstern sich; die resultierenden Migrationsströme - Kriegsvertriebene und Wirtschaftsflüchtlinge - haben bereits ungeahnte Masse angenommen.“

Soziale Unruhen

Laut Blattmann „steigen die Risiken doppelt“: Zum schwächeren Wirtschaftsverlauf käme noch die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt hinzu. Blattmann: „Soziale Unruhe kann nicht ausgeschlossen werden; das Vokabular wird gefährlich aggressiv.“ Sein Fazit: „Die Mixtur wird zunehmend unappetitlich. Die Grundlagen unseres Wohlstandes sind seit langem wieder einmal in Frage gestellt.“ Blattmann erinnert sogar an die Erfahrungen von 1939/45.