Er akzeptiere zwar, wenn die Politik weiter sparen wolle, sagte André Blattmann in einem Interview mit der Zeitung "Sonntag". "Das bedeutet aber, dass nur zwei von neun Brigaden mit genügend Material ausgerüstet sind." Das bedeute auch, dass Soldaten nicht genügend Fahrzeuge zur Verfügung hätten, um ihren Auftrag zu erfüllen.

Dieser Auftrag liegt für Blattmann vor allem bei der inneren Sicherheit: "Wer im Tessin einen Laden aufmacht, muss kein Schutzgeld an Erpresser zahlen". Das sei in umliegenden Ländern anders. Die Schweiz sei in Sachen Sicherheit ein Schlaraffenland. Weiter nennt der Armeechef die Bewachung der Verkehrsachse von Basel nach Chiasso und der Kraftwerke.

Er akzeptiere auch eine weitere Verkleinerung der Armee, sagte Blattmann. Allerdings würde damit das Milizsystem in Frage gestellt. Der Armeechef ist aber zuversichtlich, dass er ab 2011 mehr Geld erhält - trotz Sparprogramm des Bundes: Denn bei der Armee sei im Unterschied zu anderen Bereichen in dem in den letzten Jahren gespart worden.

Für FDP-Präsident Fulvio Pelli steht allerdings schon jetzt fest, dass es solche braucht. Die Schweiz könne es sich nicht leisten, am Boden zwar Truppen, aber keinen Schutz aus der Luft zu haben, sagte er in einem Interview mit der "Zentralschweiz am Sonntag".

Die Mittel dazu seien in den letzten Jahren eingespart worden. Hinter der momentanen Diskussion stehe vielmehr "der Wille von Bundesrat Maurer, der andere Prioritäten setzen und das Geld in der Armee anders verteilen will".