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Arch senkt seine Abfallgebühren

45 Stimmberechtigte segneten an der Gemeindeversammlung die Geschäfte ab Bis auf den Bau eines Weges stimmte der Souverän den vorgetragenen Geschäften des Gemeinderates zu. Einfaches Spiel hatte der neue Finanzvorsteher Urs Steinemann, der eine positive Rechnung präsentieren konnte.

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Abfall

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Grenchner Tagblatt

Heidi Bauder-Schwab

Den anwesenden Archer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger war es nicht klar, warum eine Strasse gebaut werden soll, die rund 640 000 Franken kostet, wenn für die betroffenen Parzellen kein Bauprojekt vorhanden ist. «Es handelt sich beim zukünftigen Spismattweg um eine Detailerschliessung, die von Gesetzes wegen erstellt werden muss. Der Weg wird auch als Verbindung des östlichen Dorfteils zur Aarestrasse und zur Bäckerei dienen», erklärte Rudolf Siegenthaler, Vorsteher Bau- und Umwelt. Auch dass die Gemeinde den Grundeigentümern einen Kostenanteil von rund 90 Prozent abwälzen will, stimmte den Souverän nicht milde. Er lehnte den Antrag für den Bau und den entsprechenden Kredit deutlich ab.

Gute Rechnung präsentiert
Einfacher hatte es der neue Finanzvorsteher Urs Steinemann. Er ersetzt im Archer Gemeinderat die nach achtjähriger Amtszeit zurückgetretene Rosmarie Dietschi, die von der Versammlung mit Applaus verabschiedet wurde. Die Rechnung 2008 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von über 360 000 Franken klar positiv ab. Die Archerinnen und Archer verfügen nun über ein Eigenkapital von insgesamt über 1,7 Millionen Franken.

Als wichtigste Punkte der Rechnung 2008 sind der Ertragszuwachs von rund 174 000 Franken bei den periodischen Steuern sowie der erwirtschaftete Betriebsüberschuss bei der Spezialfinanzierung «Elektrizität» von rund 332 000 Franken zu erwähnen. Bei letzterem handelt es sich jedoch ausnahmsweise um den Ertrag aus fünf Quartalen, um die Anpassung auf das Kalenderjahr vorzunehmen. Die 45 Stimmberechtigten genehmigten die Jahresrechnung.

Integrative Förderung bejaht
Grünes Licht von der Gemeindeversammlung gab es ausserdem für die gemeinsame Umsetzung der Aufgaben rund um die Integration und besonderen Massnahmen im Schulkreis Büren. Ab neuem Schuljahr wird es für die integrative Förderung und den Spezialunterricht in den angeschlossenen zehn Gemeinden drei Stützpunkte geben, und zwar in Arch, Büren und Busswil. Bildungsvorsteher Marcel Moser informierte über den heutigen Stand und zeigte auf, dass die angeschlossenen Gemeinden von den höheren Lektionenzahlen profitieren, da ein Gesamtpool geschaffen wird.
Die Änderungen im Organisationsreglement (OgR) und das neue Datenschutzreglement wurden ohne Gegenstimme angenommen. Gemeindepräsidentin Rita Hedinger informierte die Anwesenden ausserdem darüber, dass dank ausgeglichener Abfallrechnung die Gebühren ab 1. Juli um 10 Prozent gesenkt werden.

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