Auflösung
April, April: Diese Geschichten waren frei erfunden – mit Quiz

Weder schwimmt im Flachsee ein Krokodil, noch prüfen Aarau und Meisterschwanden den Zusammenschluss. Die Aprilscherze der Nordwestschweiz sorgten am Freitag für Gesprächsstoff.

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Aarau am See

Aarau am See

az

Aarau: Meisterschwanden und Aarau gehen weiterhin getrennte Wege

Fusionen von Gemeinden ohne direkte Grenze werden zwar ernsthaft geprüft, aber die am Freitag vermeldeten Abklärung für den Zusammenschluss von Aarau und Meisterschwanden war ein 1.-April-Scherz. Die Idee ist derart utopisch, dass die Oberhäupter gerne mitmachten. Aaraus Stadtpräsidentin Jolanda Urech löst auf: «Eine Fusion mit Meisterschwanden ist äusserst verlockend. Doch ich gebe es zu: Unsere Nachbargemeinden sind mir sehr lieb und vertraut – und so wollen wir uns doch vorerst darauf konzentrieren, Fusionen mit jenen in unserer Region zu prüfen, welche sich ebenfalls dafür interessieren. Was Meisterschwanden anbelangt: Was nicht ist, kann noch werden! Ich freue mich, den Gemeinderat bei Gelegenheit kennen zu lernen.»

Ueli Haller, Gemeindepräsident von Meisterschwanden, hatte gestern über 20 Reaktionen: «Etliche Leute haben es zuerst halb geglaubt. Einige haben mir anschliessend im Spass gesagt, ich hätte auch zur Bedingung machen müssen, dass wir den Stadtpräsidenten stellen. Zudem hat die Feuerwehr Oberes Seetal Interesse am Kommando der Fusionsfeuerwehr angemeldet.» (nro)

Olten: Stadtkirche wird vorerst nicht zum Partytempel

Oltner Stadtkirche wird nicht zum Partytempel

Oltner Stadtkirche wird nicht zum Partytempel

Bruno Kissling

Die Oltner Stadtkirche soll zum Partytempel mit Café werden, als Zusatznutzung zu den herkömmlichen Gottesdiensten. Dies schrieb das „Oltner Tagblatt“ heute. Die Christkatholiken, denen das Gebäude gehört, wollen so einen Teil der Kirchensanierung von 6,5 Millionen Franken finanzieren. Das war zwar ein 1.-April-Scherz, der aber offensichtlich sehr gut ankam. In der Oltner Facebook-Gruppe schreibt ein User: „Eigentlich traurig und schade, dass die wirklich guten Ideen hier in Olten als Aprilscherz gelten!“. Ein anderer sagt: „Der Scherz besteht wohl eher darin, eine solche Nutzung kategorisch abzulehnen.“ (fmu)

Solothurn: In Altreu gibts kein Parkhaus

Beat Bürgin aus Selzach hat zwar die Fischerstube erworben, einen Campingplatz und ein Parkhaus hat er jedoch nicht geplant. Alles erfunden! (ldu)

Freiamt: Liebe Schwäne, ihr müsst euch nicht vor dem Krokodil fürchten

Am Flachsee muss sich kein Schwan vor einem Krokodil fürchten

Am Flachsee muss sich kein Schwan vor einem Krokodil fürchten

Heinz Zumbühl

Die erste Reaktion kam von Anton Strebel aus Muri: «Ich komme eben vom Flachsee zurück. Erstaunt habe ich den Artikel der az über dieses gefrässige Reptil gelesen, denn dieses krokodilähnliche Wesen ist mir heute tatsächlich über den Weg gelaufen. Fluchtartig suchte ich ein Versteck, konnte aber ein Foto schiessen, bevor es im Fluss verschwand. Da auf dem Wasser einige weisse Federn schwammen, gehe ich davon aus, dass es bereits wieder einen Schwan gefressen hat. Ich werde den kantonalen Jagdaufseher informieren, damit er dieses «Krokodil» erledigen kann, bevor das zuständige Bundesamt für Landwirtschaft ein Jagdverbot für Krokodile am Flachsee erlässt. Anton Strebel hat Humor, und ist uns, wie viele andere Leserinnen und Leser, nicht auf den Leim gegangen. Wir geben zu was ohnehin alle gemerkt haben: Das Gerücht vom Krokodil im Flachsee haben wir zum 1. April frei erfunden. (to)

Basel: Die Trennung der beiden Basel muss nicht rückgängig gemacht werden

Der Autor des April-Scherzes beim Interview mit Telebasel: Auf dem Tisch vor Nicolas Drechsler liegt das angeblich historisch bedeutende Dokument.

Der Autor des April-Scherzes beim Interview mit Telebasel: Auf dem Tisch vor Nicolas Drechsler liegt das angeblich historisch bedeutende Dokument.

bz Basel

Hildy Haas aus Hölstein ist das Lachen im Halse stecken geblieben. Der «geschmacklose Aprilscherz» habe klar aufgedeckt, wessen Geistes Kind die bz sei: «Sie ist wirklich nicht mehr die Zeitung der Baselbieter», ärgert sich die ehemalige SVP-Landrätin aus dem Oberbaselbiet in ihrer wütenden Zuschrift. Richtig, Frau Haas, die bz ist eine Zeitung für Leserinnen und Leser aus der ganzen Region! Das ist wohl auch der Grund für die ausserordentliche Resonanz auf unsere Scherzgeschichte.

Den fürwahr sensationellen Dokumentenfund, sofern er denn einer gewesen wäre, erwähnte Radio SRF 1 an erster Stelle in seiner morgendlichen nationalen Presseschau, die Kollegen des Online-Portals «Watson» hätten deswegen beinahe eine Push-Meldung rausgejagt, und «Telebasel» schleppte deswegen den Autor Niggi Drechsler eigens vor die Kamera. Schliesslich kamen zwei Interessenten extra ins Basler bz-Büro vorbei, um nachzuprüfen, was es denn mit diesem Dokument auf sich habe, in dem sich die beiden gegnerischen Truppenführer der Hülftenschanz-Schlacht von 1833 angeblich auf ein Unentschieden geeinigt hatten. Doch um nochmals alt Landrätin Haas zu zitieren: «Die Trennung der beiden Basel hatte handfeste und nachvollziehbare Gründe und ist eine geschichtliche Tatsache.» (bos)

Baselland: In Baselbieter Schulhäuser gehen keine 200 Leih-Katzen auf Mäusejagd

In Baselbieter Schulhäuser gehen keine Leihkatzen auf Mäusejagd (Symbolbild)

In Baselbieter Schulhäuser gehen keine Leihkatzen auf Mäusejagd (Symbolbild)

Keystone

Für deutlich weniger Aufregung sorgte dafür der andere Aprilscherz der bz, der am Freitagmorgen auf unserem Onlineportal verbreitet wurde: Selbstverständlich sucht der klamme Kanton Baselland keine 200 Leih-Katzen, die in den maroden Schulhaus-Provisorien die Mäuseplage bekämpfen sollen. Jedenfalls wollte niemand in Liestal seinen vierbeinigen Liebling freiwillig abgeben. Immerhin lobte Online-Userin «Catwoman»: «April, April, gut gedacht, glaubhaft verkauft!» Danke, fürs Kompliment. (bos)

Baden: Mörserbombe wieder im Historischen Museum

Die Mörserbombe im Loch der Schulhausplatz-Baustelle.Sie wurde für den April-Scherz vom Historischen Museum ausgelehnt.

Die Mörserbombe im Loch der Schulhausplatz-Baustelle.Sie wurde für den April-Scherz vom Historischen Museum ausgelehnt.

Carla Stampfli

Der Baggerfahrer auf der Baustelle am Schulhausplatz stiess tatsächlich auf eine Mörserbombe. Aber er fand sie nicht beim Aushub: Die Redaktion hat die metallene Kugel dem Fahrer mit Absicht auf auf die Baggerschaufel gelegt, damit er sie in die Baugrube hieven konnte. Schliesslich sollte der aussergewöhnliche Fund authentisch wirken und nicht auf Anhieb als 1. April -Scherz entlarvt werden. (ces)

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