Hausfriedensbruch

Anzeige gegen Cédric Wermuth nach Vandalenakten in Hotels in Baden

Anzeige gegen Juso-Präsident Wermuth

Anzeige gegen Juso-Präsident Wermuth

SP-Vizepräsident und JUSO-Chef Cédric Wermuth ist wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung von der Aargauer Kantonspolizei angezeigt worden. Wermuth war im Januar an einer Besetzungsaktion zweier stillgelegter Badener Hotels beteiligt.

Beim Bezirksamt Baden seien insgesamt 32 Personen angezeigt worden, bestätigte Polizeisprecher Bernhard Graser auf Anfrage einen Bericht des DRS-Regionaljournals Aargau/Solothurn.

Die Anzeigen seien wegen Hausfriedenbruchs und Sachbeschädigung erfolgt. Die Akten seien dem Bezirksamt übergeben worden, sagte Graser. Das Bezirksamt sprach noch keine Strafbefehle aus.

Der 23-jährige Wermuth ist Präsident der JUSO Schweiz und gehört seit Oktober 2008 dem fünf Mitglieder zählenden Vizepräsidium der SP Schweiz an. Der Student wohnt in Baden.

Die JUSO Aargau hatte im Januar eine Besetzungsaktion in zwei stillgelegten Hotels im Bäderquartier in Baden organisiert und eine illegale Party gefeiert. Nach der Aktion in der Nacht auf Sonntag mit rund 100 Personen kam es in den Hotels "Bären" und "Verenahof" zu Vandalenakten.

In den Räumen wurden Farbe aus Kübel gegen die Wände verspritzt und auf den Boden geleert. Mit Sprayfarbe wurden Wände verschmiert und Lebensmittel aus Tiefkühlschränken gestohlen. Die Eigentümerin der Hotels, die Verenahof AG, hatte Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht.

Die JUSO wollte nach eigenen Angaben gegen das Fehlen von günstigem Wohnraum protestieren. Wermuth distanzierte sich einen Tag später bei einer Hotel-Besichtigung von den Vandalenakten. Diese seien "nicht geplant" gewesen und "ausser Kontrolle" geraten, sagte er im TV-Regionalsender "Tele M1".

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1