Seit Sonntagabend fielen in der Ostschweiz innert zwölf Stunden bis zu 108 Liter Regen pro Quadratmeter. Das ist mehr als die normale Junimenge, die 102 Liter beträgt.

Das Sanktgaller Dorf Bronschhofen nördlich der Stadt Wil verwandelte sich durch den Regen regelrecht in einen Bach. Max Inauen, ein Anwohner, filmte die Spektakel. Mehrmals entfährt dem Filmer ein «Jesses Maria!», während die gewaltige, braune Wassermasse mehrere Autos um- und überspült. «Das dar nid wohr sii!»

Am Montag beschreibt Max Inauen, wie er das Unwetter erlebt hat: «Das ist unglaublich. Viereinhalbstunden ist hier nonstop Wasser über den ganzen Platz geflossen.» So etwas habe er noch nie erlebt.

Unwetter in der Ostschweiz: Das sagt der Anwohner der das Hochwasser gefilmt hat.

Unwetter in der Ostschweiz: Das sagt der Anwohner der das Hochwasser gefilmt hat.

Ein gewaltiges Unwetter überraschte gestern Bronschhofen im Kanton St.Gallen. Ein Anwohner sah die Wassermassen kommen. Er ist bestürzt über die Schäden.

Auch die Autobahn A1 bei Wil blieb vom Unwetter nicht verschont: Die Spur Richtung Zürich wurde überschwemmt und mit Schlamm und Geröll verschüttet. Rund 250 Kubikmeter Geröll stand stellenweise 50 bis 60 Zentimeter hoch. 

Facebook-User Simon Steiner befand sich zu dieser Zeit mit dem Auto auf der Autobahn und filmte das Spektakel:

Kennsch?

Posted by Simon Steiner on Sonntag, 14. Juni 2015

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Auch das 3000-Seelen-Dorf Kradolf-Schöneberg im Kanton Thurgau wurde vom Unwetter besonders stark getroffen. (edi)

Zerstörung in Kradolf (TG): Das 3000-Seelen-Dorf an der Thur wurde vom Unwetter besonders hart getroffen.

Zerstörung in Kradolf (TG): Das 3000-Seelen-Dorf an der Thur wurde vom Unwetter besonders hart getroffen.

Ostschweiz: Das Unwetter vom Sonntagabend traf das thurgauische Dorf Kradolf-Schönenberg besonders hart. In nur 12 Stunden fiel so viel Regen wie normalwerweise im ganzen Monat Juni. Bereits wurden über 500 Schäden gemeldet.