Fall Kachelmann

Anwaltswechsel: «Das macht einen schlechten Eindruck»

Jörg Kachelmann hat seine Anwälte Reinhard Birkenstock und Klaus Schroth (rechts) entlassen. (Archiv)

Anwaltswechsel

Jörg Kachelmann hat seine Anwälte Reinhard Birkenstock und Klaus Schroth (rechts) entlassen. (Archiv)

Patrick F. Wagner bezeichnet den Anwaltswechsel von Jörg Kachelmann als Fehler. Der Präsident des Aargauischen Anwaltsverbands spekuliert, dass es sich dabei um eine Verzweiflungstat handelt.

Paukenschlag im Fall Kachelmann. Der Schweizer Wettermoderator hat nach drei Monaten Prozess seine Anwälte Reinhard Birkenstock und Klaus Schroth durch Johann Schwenn ersetzt. «Das tönt nach einer Verzweiflungstat», meint Patrick F. Wagner. Der Präsident des Aargauischen Anwaltsverband bezeichnet diesen Schritt aus seiner Erfahrung als Eigentor und Fehler.

«Das mindert Chance auf Freispruch»

«So ein Schritt mindert die Chance auf einen Freispruch», ist er überzeugt. Zudem mache es einen schlechten Eindruck. Er spekuliert, dass es auch möglich sei, dass Kachelmann seinen Anwälten gegenüber gestanden haben könne, und diese den Fall daraufhin selbst abgegeben hätten. Allerdings hat ja Kachelmann selbst seine Anwälte entlassen. Für Wagner hypothetisch kein Widerspruch. Es könne auch eine Verschleierungstaktik sein.

Auf jeden Fall sei es für den neuen Anwalt nicht einfach, sich innert kürzester Zeit in den Fall einzulesen. «Das ist nie einfach.» Wagner glaubt aber nicht, dass es dadurch zu einer grossen Verzögerung im Prozess kommen wird.

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