Natelantennen
Antenne Aarmattweg ist vom Tisch - keine Beschwerde von Sunrise

Die geplante Natel-Antenne am Aarmattweg 7 im Aarauer Scheibenschachen ist vom Tisch. Die Firma Sunrise hat auf eine Beschwerde beim Regierungsrat verzichtet.

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Aargauer Zeitung

Die Bauprofile auf dem Dach des Hauses Aarmattweg 7 im Aarauer Scheibenschachen sind zwar vergilbt, aber noch zu sehen. Das Projekt, an dieser Stelle eine Natel-Antenne aufzustellen, ist allerdings Makulatur. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 23. Februar dieses Jahres ein entsprechendes Baugesuch abgelehnt. Die Behörde argumentierte mit dem Ensembleschutz an diesem Ort: Die Herzbergsiedlung, entstanden in den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts, ist eine der ersten Arbeiter-Reihenhausanlagen der Schweiz. Innerhalb dieser Zone, so der Stadtrat, dürften keine Antennen auf Dächer gesetzt werden.

Neue Antelantenne in Buchs geplant

Die Swisscom (Schweiz) AG hat in Buchs ein Baugesuch eingereicht für den Bau einer Mobilfunkanlage mit Kombiantennen GSM/UMTS, und zwar auf der Parzelle 1710 (Standort Restaurant Lareida an der Buchserstrasse). Das Gesuch wird vom 10. Juli an bis und mit 29. Juli während der ordentlichen Bürozeiten in der Bauverwaltung Buchs öffentlich aufliegen. Gemäss Standortdatenblatt beträgt der Anlageperimeter 75,39 Meter und der maximale Radius, bis zu dem die Berechtigung zur Einsprache gegeben ist, 753,92 Meter. Dieser Bereich erstreckt sich zum Teil auch auf die Gemeindegebiete von Aarau und Suhr. Die Bauverwaltung Suhr ersucht deshalb darum, auf die amtliche Publikation der Gemeinde Buchs im «Landanzeiger» vom 9. Juli und auf die öffentliche Auflage in Buchs hinzuweisen. (az)

Begleitet von einer Petition
Die betroffene Firma Sunrise hat laut einer Mitteilung von Patrik Widmer vom Verein Omega-Scheibenschachen gegen diesen ablehnenden Entscheid des Stadtrates keine Beschwerde beim Regierungsrat eingereicht. Der Verein freut sich selbstredend über diesen Erfolg, welcher unter anderem durch mehr als 30 Einzel- und Sammeleinsprachen begleitet war. Der Verein Omega hatte zudem im Januar dieses Jahres im Rathaus eine Petition mit 413 Unterschriften eingereicht, die sich gegen das «Risiko Mobilfunk» und damit gegen das Aufstellen einer weiteren Antenne richtete. Nicht verhindert werden konnte im vorderen Scheibenschachen die Bewilligung für eine Mobilfunk-Antenne auf dem Dach des Hauses Gysulastrasse 3, die vom Stadtrat ebenfalls verweigert, vom Kanton aber in zweiter Instanz bewilligt worden war.

Der Verein Omega-Scheibenschachen hofft laut Patrik Widmer, dass «sich künftig Liegenschaftsbesitzer gegenüber ihren Mitbewohnern verantwortlicher zeigen und ihre Profitgier auf Kosten ihrer Mitbürger zu zügeln wissen». Man zähle zudem auf eine Vereinbarung des Kantons mit den Mobilfunkbetreibern, wonach diese künftig angehalten werden, ihre geplanten Antennen-Standorte mit den Gemeindebehörden abzusprechen. Das entspricht der Forderung von Omega, solche Anlagen - vor allem in Wohnquartieren - zu koordinieren und einzelne Antennen durch mehrere Anbieter zu nutzen. Die Gegner möchten die Resultate einer Nationalfonds-Studie abwarten, die angeblich im Jahre 2010 publiziert und Klarheit über allfällige Auswirkungen von nichtionisierender Strahlung geben soll. Die Petition «Risiko Mobilfunk» forderte denn auch ein Moratorium für neue Handy-Antennen «bis mindestens ein halbes Jahr nach der Publikation dieser Studie», ein Ansinnen, auf das der Aarauer Stadtrat aber nicht eintrat.

Selber Konsequenzen ziehen
Wichtig anzumerken, so Patrik Widmer, Präsident des Vereins Omega, sei der Hinweis, dass «auch schnurlose Telefone sowie Wlan-Anschlüsse im eigenen Haushalt für beträchtlichen Elektrosmog sorgen und damit auch die Nachbarn beeinträchtigen». Es liege in der Verantwortung jedes Einzelnen, diesbezüglich vorsorgliche Massnahmen zu ergreifen.

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