Pandemie
Ansturm auf Schweizer Camping-Plätze: «Wir haben an zehn Orten angefragt – alles ausgebucht»

Aufgrund der eingeschränkten Reisemöglichkeiten wegen der Corona-Pandemie, bleiben viele Schweizer in den Sommerferien im eigenen Land. Die Campingplätze erleben eine regelrechte Hochsaison.

Merken
Drucken
Teilen

Der Aaregg-Camping am Brienzersee beispielsweise ist wie viele andere Plätze bis Mitte August ausgebucht und zu 92 Prozent mit Schweizern belegt. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren 70 Prozent der Gäste aus der Schweiz. Vor allem Junge haben sich dieses Jahr fürs Campen entschieden.

«Wir verbringen seit acht Jahren jedes Jahr ein paar Tage auf einem Campingplatz, doch dieses Mal musste ich erst bei zehn Plätzen anfragen, bis wir einen freien Platz gefunden haben», bestätigt Patricia Stalder aus Oberdorf im Baselbiet den regelrechten Ansturm auf die Schweizer Campingplätze. Sie hätten sich gar überlegt, wegen dieses Ansturms dieses Jahr aufs Campen zu verzichten. «Aber weil das Wetter so gut ist, haben wir uns dann doch dafür entschieden.»

Trotz der vielen Gäste, ist es Marcel Zysset, der den Campingplatz Aaregg leitet und Zentralpräsident des Branchenverbands Swisscamps ist, wichtig, dass es nie zu grösseren Menschenansammlungen kommt. «Und doch muss ich die Gäste auf der Badeinsel ab und zu darauf aufmerksam machen, dass es hier auch Corona gibt.» (smo)

Diese Länder stehen neu auf der Quarantäne-Liste der Schweiz: