Umweltschutz

Anlage reduziert Schadstoffe in Strassenabwasser im Kanton Uri

Neue Abwasseranlage reduziert Gifte

Neue Abwasseranlage reduziert Gifte

Rund 22'000 Fahrzeuge passieren täglich die Autobahn A2 im Urner Talboden. Dies hat zur Folge, dass sich im Strassenabwasser zahlreiche Schadstoffe sammeln. Eine neue Abwasseranlage soll die Schadstoffgehalte um bis zu 95 Prozent reduzieren.

Cadmium und Russ aus Reifenabrieb; Zink aus Treibstoffen und aus dem Strassenbelag; Chrom, Kupfer und Nickel von den Bremsen. Und organische Schadstoffe aus Benzinrückständen: All diese Schadstoffe sammeln sich im Strassenabwasser. Im Winter kommt als zusätzlicher Schadstoff das Streusalz hinzu.

Lange Zeit wurde das Wasser, das von der Strassenoberfläche abfliesst, lediglich in Einlaufschächten gefasst und über Ölrückhaltebecken dem nächstgelegenen Vorfluter oder der nächsten Kanalisation zugeführt, heisst es in einer Medienmitteilung des Bundesamtes für Strassen (ASTRA.

Damit ist nun aber Schluss: Die Strassenabwässerung der A2 im Urner Talboden wurde umwelttechnisch auf den neusten Stand gebracht. Die Arbeiten zur Erneuerung der 5,23 Mio. Fr. teuren Strassenabwasserbehandlungsanlage (SABA) Wildried bei Flüelen UR stehen kurz vor ihrem Abschluss.

Im Zusammenhang mit den Erneuerungsarbeiten der A2 haben der Kanton Uri und das ASTRA seit 2005 zwischen Seedorf und Amsteg insgesamt vier SABA erneuert und mit moderner Behandlungstechnologie ausgestattet.

Die Anlagen stellen sicher, dass das stark verschmutzte Strassenabwasser nicht mehr unbehandelt in die Reuss gelangt und Schadstoffe effizient zurückgehalten werden.

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