Wahlen 2015 - BS SR

Anita Fetz (SP) bleibt für Basel-Stadt im Ständerat

Anita Fetz (SP/BS) bleibt für eine vierte Amtsperiode baselstädtische Ständerätin: Sie wurde im ersten Wahlgang problemlos wiedergewählt.

Anita Fetz (SP/BS) bleibt für eine vierte Amtsperiode baselstädtische Ständerätin: Sie wurde im ersten Wahlgang problemlos wiedergewählt.

Anita Fetz vertritt den Kanton Basel-Stadt für eine vierte Amtsperiode im Ständerat. Die Sozialdemokratin, die der kleinen Kammer seit 2003 angehört, schaffte die Wiederwahl problemlos und liess ihre bürgerlichen Herausforderer erneut weit hinter sich.

Anita Fetz vertritt den Kanton Basel-Stadt eine vierte Amtsperiode im Ständerat. Die Sozialdemokratin schaffte die Wiederwahl mit 35'842 Stimmen erwartungsgemäss bereits im ersten Wahlgang problemlos. Ihre bürgerlichen Herausforderer waren chancenlos.

Bei einem absoluten Mehr von 27'528 Stimmen erhielt die 58-jährige Historikerin und Unternehmerin einen Anteil von 66,8 Prozent. Der Jungfreisinnige Julian Eicke musste sich als Zweitplatzierter mit 7320 Stimmen oder 13,6 Prozent begnügen.

GLP-Grossrat und Kantonalpräsident David Wüest-Rudin, der für beide Kammern angetreten war, brachte es auf 5970 Stimmen oder 11,1 Prozent. Rechtsaussen-Politiker Eric Weber erhielt ferner 3471 Stimmen oder 6,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug 48,7 Prozent.

Bürgerliche Uneinigkeit

Anita Fetz hatte 1985 bis 1989 für die POCH und 1999 bis 2003 für die SP im Nationalrat politisiert. Den Sprung in die kleine Kammer hatte sie dann 2003 gegen eine bürgerliche Auswahl-Liste bereits im ersten Wahlgang geschafft. Die SP hat den einzigen Ständeratssitz des Stadtkantons seit 1967 ohne Unterbruch inne.

Die Bürgerlichen griffen Fetz 2007 mit einer gemeinsamen Kandidatur eines breit respektierten liberalen Politikers an. Dieser Angriff scheiterte aber ebenso wie jener 2011, als sowohl ein Freisinniger als auch ein SVP-Mann gegen Fetz antraten, weil sich das rechte Lager nicht einigen konnte.

Diesmal nun mochte sich von den bürgerlichen Stammparteien gar niemand gegen Fetz eine blutige Nase holen. Die Hoffnungen auf eine gemeinsame Ständerats-Kandidatur von Erziehungsdirektor Christoph Eymann zerschlugen sich, weil dieser auch für den Nationalrat kandidierte, was der FDP nicht passte, da sie dort ihren Bisherigen Daniel Stolz bedrängt sah. Eymann dürfte Stolz nun dennoch ablösen, wenn sich die Trends der brieflichen Stimmen am Ende bestätigen.

Fetz' letzte Amtsperiode

Eicke, bisher ein unbeschriebenes Blatt, war ohne Wahlhoffnungen angetreten. Die bürgerlichen Stammparteien scharten sich nach erster Irritation über die vorpreschenden Jungen später noch hinter ihn. Auch Wüest-Rudin trat im Wissen um seine Chancenlosigkeit an, wohl nicht zuletzt um die Ständerats-Wahlkampfbühne auch für seine Nationalrats-Ambitionen zu nutzen.

Fetz freute sich trotz der schwachen Gegnerschaft sehr über den Erfolg: Das sei ein "Riesen-Vertrauensbeweis", habe sie doch einst mit 51 Prozent Wähleranteil begonnen und sei heute bei vollen zwei Dritteln. Die Basler SP hatte diesmal für sie eine Ausnahme gemacht von der internen Amtszeitbeschränkung auf drei Perioden.

Den Leuten sei wichtiger, dass sie in ihrer Politik typische Werte des sozialen und weltoffenen Basel vertrete als tagesaktuelle Stellungnahmen, sagte sie zur sda. Allerdings ist ihre vierte Amtsperiode auch definitiv die letzte - sie werde dennoch weiter mit Verve ihre Positionen in der Kleinen Kammer vertreten.

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