Wahlen
Angriff auf Ammänner im Bezirk Baden: Das sind die Kandidierenden für die Gemeinderatswahlen

Der Mangel an Kandidaten für den Gemeinderat hält sich im Bezirk Baden in Grenzen. Es kommt in einigen Gemeinden sogar zu Kampfwahlen. Insbesondere die SVP macht mobil.

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Im ersten Wahlgang sind nebst den per 31. Juli Angemeldeten alle Stimmberechtigten einer Gemeinde wählbar. Ehrendingen hat bereits gewählt, Würenlos wählt Ende August.

Ein Polizist will neuer Ammann werden Überraschung in Niederrohrdorf: Aus dem Notstand an Kandidaturen für den Gemeinderat ist plötzlich ein Überfluss geworden. Bis Ablauf der Eingabefrist am vergangenen Freitag wurden für die fünf am 27. September zu vergebenden Sitze sechs Kandidaturen eingereicht. Neben dem einzig wiederkandidierenden Gemeinderat Max Mayer (CVP), der sich neu als Vizeammann bewirbt, und den bekannten FDP-Kandidaten Reto Grunder und Gregor Naef treten Martina Egger (SVP), Stephan Bassler und Samuel Kümin (beide parteilos) an. Bassler bewirbt sich gleichzeitig als Gemeindeammann. Der 34-Jährige hat bis vergangenen Freitag bereits im Gemeindehaus Niederrohrdorf gearbeitet - und zwar bei der Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal. Nach 2-jähriger Tätigkeit hat er sich aus dem Korps verabschiedet und wird bei der Stadtpolizei Zürich tätig sein. Er habe sich schon immer für Lokalpolitik interessiert, da man in dieser noch etwas mitbewegen könne, erklärt er auf Anfrage. Doch bisher sei ihm für ein Engagement in Niederrohrdorf sein Beruf «im Weg» gestanden, meint Bassler. Mit dem Wechsel zur Stadtpolizei Zürich falle dieses Hindernis nun weg. Er hat die mögliche politische Nebentätigkeit mit seinem neuen Arbeitgeber abgesprochen. Vom Reglement her sei dies erlaubt und «alles ist eine Frage der Organisation», meint Bassler, der Mitglied von nicht weniger als 105 Facebook-Gruppen ist, u. a. für die Badenfahrt 2017 und den Zusammenschluss von Baden mit Neuenhof. Gewisse Absenzen sieht Bassler einzig bei Repräsentationsaufgaben am Wochenende voraus. (atp)

Ein Polizist will neuer Ammann werden Überraschung in Niederrohrdorf: Aus dem Notstand an Kandidaturen für den Gemeinderat ist plötzlich ein Überfluss geworden. Bis Ablauf der Eingabefrist am vergangenen Freitag wurden für die fünf am 27. September zu vergebenden Sitze sechs Kandidaturen eingereicht. Neben dem einzig wiederkandidierenden Gemeinderat Max Mayer (CVP), der sich neu als Vizeammann bewirbt, und den bekannten FDP-Kandidaten Reto Grunder und Gregor Naef treten Martina Egger (SVP), Stephan Bassler und Samuel Kümin (beide parteilos) an. Bassler bewirbt sich gleichzeitig als Gemeindeammann. Der 34-Jährige hat bis vergangenen Freitag bereits im Gemeindehaus Niederrohrdorf gearbeitet - und zwar bei der Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal. Nach 2-jähriger Tätigkeit hat er sich aus dem Korps verabschiedet und wird bei der Stadtpolizei Zürich tätig sein. Er habe sich schon immer für Lokalpolitik interessiert, da man in dieser noch etwas mitbewegen könne, erklärt er auf Anfrage. Doch bisher sei ihm für ein Engagement in Niederrohrdorf sein Beruf «im Weg» gestanden, meint Bassler. Mit dem Wechsel zur Stadtpolizei Zürich falle dieses Hindernis nun weg. Er hat die mögliche politische Nebentätigkeit mit seinem neuen Arbeitgeber abgesprochen. Vom Reglement her sei dies erlaubt und «alles ist eine Frage der Organisation», meint Bassler, der Mitglied von nicht weniger als 105 Facebook-Gruppen ist, u. a. für die Badenfahrt 2017 und den Zusammenschluss von Baden mit Neuenhof. Gewisse Absenzen sieht Bassler einzig bei Repräsentationsaufgaben am Wochenende voraus. (atp)

Aargauer Zeitung

Hier finden Kampfwahlen statt

Eine Auswahl präsentiert sich in Ennetbaden: Ammann Basil Müller (FDP) und Patrizia Bertschi (SP) verzichten. Von den Bisherigen sind Fritz Gläser (parteilos), Pius Graf (SP) und Elisabeth Hauller (CVP) angemeldet. Die FDP steigt gleich mit zwei Neuen, Gabrielle Allmendinger und Jürg Braga, ins Rennen. Mit Jean-Pierre Leutwyler tritt die GLP in Ennetbaden erstmals in Aktion, während Benedikt Pauli den zweiten Sitz der SP sichern soll. Pius Graf kandidiert zudem als Gemeindeammann, Jürg Braga als Vize.

Statt Kandidatenmangel kommt es in Niederrohrdorf zu Kampfwahlen (siehe Kontext). In Oberrohrdorf tritt neben den vier Bisherigen und dem neuen CVP-Kandidaten Thomas Heimgartner auch Dieter Jäggi für die SVP an. Dieser sorgt mit Maurizio Giani und mit dem neuen CVP-Kandidaten Benedikt Humbel in Remetschwil für Kampfwahlen. In Fislisbach fordert der Grünliberale Andreas Mahler die fünf Bisherigen heraus.

Acht Kandidierende (für fünf Sitze) plus eine Kampfwahl um den Ammannsessel gibt es in Würenlingen. Ammann Arthur Schneider und Kurt Müller verzichten. Es kandidieren nebst den Bisherigen Joe Merki (SVP), Josef Schmidlin (CVP, Vizeammann), André Zoppi (FDP) Jan Blöchlinger (Juvenil), Dino Crameri (parteilos), Dominik Keller (Juvenil) Sibylle Merki (SVP) und Regula Schneider Frei (CVP). Für den Ammannsitz bewerben sich Zoppi und Joe Merki.

In Spreitenbach treten drei Bisherige wieder an: Josef Bütler (fdp, Gemeindeammann), Monika Zeindler (parteilos), Stefan Nipp (CVP). Vize Peter Hautle (SVP) und Fredy Nüesch (SP) treten nicht mehr an. Neu kandidieren Tobias Bendel (SP), Edgar Benz (SVP) und Doris Schmid-Hofer (FDP). Benz und Nipp kandidieren als Vizeammann.

Angriffe auf Ammannsitze

In Bergdietikon treten Paul Meier (FDP), Martin Kaufmann (SVP), Brigitte Diggelmann (fdp) und Urs Vogel (SVP) wieder an. Nicht mehr zur Verfügung steht Thomas von Dach (FDP). Neu stellen sich Gerhart Isler und Ferdinand Nietlispach (Bürgerforum) sowie Urs Spörri (parteilos). Als Gemeindeammann kandidiert neben Paul Meier neu Gerhart Isler, für den Vize erneut Martin Kaufmann.

In Freienwil treten René Wehrli (Gemeindeammann), Dorette Hunziker (Vize), Astrid Bühler Ruedin, Martin Burger und Ursula Leibundgut Baumann wieder an. Neu stellen sich Beat Bachmann als Gemeindeammann und Daniel Lupini als Vizeammann zur Wahl.

In Gebenstorf treten mit Gemeindeammann Roger Haudenschild und Fredy Häusermann zwei FDP-Vertreter nicht mehr an; Jörg Pozzato (Vize, parteilos), Renate Meier (SVP) sowie Rolf Senn (CVP) sind erneut angemeldet. Als Neue kandidieren die bisherigen Schulpflegemitglieder Guido Rufer (CVP) sowie Stefan Varga (FDP). Kampfwahlen gibt es jedoch bei der Ammannwahl, zu der Renate Meier und Rolf Senn antreten werden.

Spannend scheint es auch in Obersiggenthal zu werden: Vizeammann Hansruedi Hess tritt nach dem Austritt aus der SVP wieder an, doch hat die SVP aus ihren Parteireihen Franziska Grab und Eugen Frunz angemeldet, wobei Frunz gleichzeitig einen Angriff auf das Ammannamt lanciert hat. Die SVP zielt damit auf den Sitz von Fabian Humbel (FDP), dessen Sitz die Partei offenbar kampflos abgibt. Max Läng (CVP/Gemeindeammann), Marie-Louise Nussbaumer (SP) und Therese Schneider (CVP) treten wieder an.

Ein Duell ums Ammannamt gibt es auch in Künten. Dort treten der bisherige Vize Werner Fischer und der Präsident der neu gegründeten SVP, Gemeinderat Emil Meier, gegeneinander an. Neu für den Gemeinderat kandidieren Lea Müller-Kohler (SVP) sowie Sandro Civelli.

Hier werden Neue portiert

Zwei Sitze neu zu besetzen sind in Bellikon. Angemeldet dafür haben sich Corinne Gisler (SVP) und der parteilose Alexander Schibli. Dieser kandidierte schon im Februar 2008, unterlag bei der damaligen Ersatzwahl aber dem ebenfalls parteilosen Roger Keller, der nun neu als Vizeammann kandidiert. In Neuenhof gibt es einen Wechsel: Für Roland Wyss kandidiert Petra Kuster Gerny (SVP), Hanspeter Benz (SP, bisher) kandidiert neu als Vizeammann.

Eine Vakanz gibt es in Stetten. Diese will der parteilose Thomas Grob auffüllen. Als Ammann kandidiert neu Kurt Diem (parteilos). Lediglich Antoinette Sommerhalder (FDP) tritt als Gemeinderätin in Untersiggenthal nicht mehr an. Neu neben den Bisherigen Marlène Koller (SVP, Gemeindeammann), Ueli Eberle (CVP, Vizeammann), Jeannine Grob (SP) und Adrian Hitz (CVP) portiert die FDP ihren jungen Aktuar Norbert Stichert (1982).

In Killwangen treten vier von fünf wieder an: Gemeindeammann Cornelia Biasca (CVP), Vizeammann Alois Greber (CVP), Jürg Lienberger (SVP) und Walter Hubmann (parteilos). Für den nicht mehr antretenden Leo Dittli (parteilos) stellt sich neu Werner Scherer (SVP) zur Wahl.

In Turgi tritt Vizeammann Anton Burgener ab. Ammann Theo Wenger (SP), Silvana Marbach (SP), und von der Bürgerlichen Vereinigung Turgi (BVT) Marcel Egloff sowie Astrid Barben kandidieren nochmals. Als neuer Kandidat wurde Daniel Frei (BVT) angemeldet.

Da sind noch Leute gesucht

Nicht alle Gemeinden haben bereits genügend angemeldete Gemeinderatskandidaten. In Birmenstorf tritt André Siegrist (CVP) nicht mehr an, alle andern sind wieder angemeldet, so Gemeindeammann Edith Saner (CVP), Hans Gerber (CVP), Roland Probst (parteilos) und Samuel Koller (SVP).

Auch in Mellingen braucht es noch Kandidierende, wo Vizeammann Trudi Rubi-Lanz (FDP) nicht mehr antritt, während Gemeindeammann Bruno Gretener (FDP), Bruno Greber (CVP), Werner Stoller (parteilos), Mirjam Egloff-Buner (FDP) für die Wiederwahl angemeldet sind. Stoller kandidiert zugleich als Vizeammann.

Hier bleibt alles beim Alten

In Baden treten alle Bisherigen - Ammann Stephan Attiger FDP), Vize Geri Müller (Team), Daniel Oehrli und Daniela Berger (SP), Roger Huber (FDP), Kurt Wiederkehr und Reto Schmid (CVP) an. Stadtoriginal Peter Kiefer hat sich entgegen seiner Ankündigung nicht angemeldet.

In Wettingen treten alle sieben Bisherigen an: Markus Dieth (CVP, Gemeindeammann, Heiner Studer (EVP, Vize), Antoinette Eckert (FDP), Felix Feiner (SP), Yvonne Feri (SP), Daniel Huser (SVP) und Roland Kuster (CVP).

Keine Kampfkandidaturen gibt es ebenfalls in Mägenwil und Wohlenschwil, wo alle Bisherigen antreten. (-rr-/atp/mda)