Angela Merkel beendet Besuch in Afghanistan vorzeitig

Angela Merkel in Afghanistan

Angela Merkel in Afghanistan

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren Überraschungsbesuch in Afghanistan vorzeitig beendet. Ein Besuch des Bundeswehr-Standorts Faisabad musste wegen schlechten Wetters abgesagt werden. Merkel reiste nach Deutschland zurück.

Die Maschine mit der Kanzlerin an Bord startete am Vormittag (Ortszeit) vom Bundeswehr-Drehkreuz Termes in Usbekistan. Dorthin war Merkel zuvor aus dem nordafghanischen Stützpunkt Masar-i-Scharif geflogen worden.

Merkel hatte am Montag in der ARD gesagt, die staatlichen Strukturen in Afghanistan seien nach wie vor nicht so gut, "wie wir uns das wünschen, aber sie sind natürlich besser geworden".

Es sei spürbar, dass die Afghanen ihre Dinge auch in die Hand nehmen wollen, sagte die Kanzlerin. Sie finde es richtig, dass die internationale Afghanistan-Truppe ISAF sich klare Ziele gesetzt habe, was die Stärke der afghanischen Armee und der Polizei anbelange.

Merkel war am Montag zusammen mit Verteidigungsminister Franz Josef Jung unangekündigt in Afghanistan eingetroffen. Sie besuchte die Bundeswehr-Stützpunkte Kundus und Masar-i-Scharif im Norden des Landes.

Die Bundeswehr ist mit 3500 Soldaten an der internationalen Afghanistan-Truppe ISAF beteiligt. Der Bundestag stimmte im vergangenen Jahr für eine Aufstockung des Kontingents auf bis zu 4500 Soldaten.

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