Bestattungs- und Friedhofsreglement
Angehörige müssen nicht zahlen

Die harsche Kritik am neuen Bestattungs- und Friedhofsreglement zeigte Wirkung: Angehörige von Verstorbenen werden nicht zur Kasse gebeten.

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Erdbestattungen

Erdbestattungen

Aargauer Zeitung

Peter Weingartner

800 Franken für eine Erdbestattung (Kosten 2130 Franken), 500 Franken für ein Urnengrab, 200 Franken für ein Urnengrab im Gemeinschaftsgrab: Diese Beiträge der Hinterbliebenen sah das neue Reglement vor. 47 von 83 Stimmberechtigten (total Stimmberechtigte 847) beschlossen an der Gemeindeversammlung am Montag die Streichung dieser Beiträge. Das Hauptargument: Die Nachbargemeinden bezahlten nichts oder, wie Schöftland (600 Franken), deutlich weniger. Bezahlen aber sollen Auswärtige, die in Reitnau beerdigt werden.

Attelwil und Wiliberg?

Über das Reglement hat nicht nur Reitnau zu befinden. Attelwil genehmigte es bereits mit den Beiträgen der Angehörigen; Wilihof befindet am 5. Juni darüber. Wie gehts nun weiter? Attelwils Gemeinderat Roger Lehner, ab Januar 2010, wenn auch das Reglement in Kraft tritt, Gemeindeammann, kann sich vorstellen, dass sich Attelwil Reitnau anschliesst. Wiliberg befindet am 5. Juni über das Geschäft. Gemeindeammann Stephan Müller: «Wir werden uns wohl Reitnau anschliessen.»

Steiner tritt nicht mehr an

Werner Steiner tritt am 27. September zu den Gemeinderatswahlen nicht mehr an. Er war 12 Jahre Gemeindeammann. Die übrigen vier Mitglieder des Gemeinderats stellen sich für eine Wiederwahl zur Verfügung: Vizeammann Regina Lehmann-Wälchli, Willy Berger, Hans Peter Bossard und Peter Hochuli. (wpo)

Trottoir zurückgewiesen

An der Staffelbacherstrasse fehlen Gehwege. Der Gemeinderat schlug den Bau eines Trottoirs vor. Der Souverän wies das Geschäft zurück. Hauptstreitpunkt in der lebhaften Diskussion war die Strassenbreite: Reichen 4,15 Meter fürs Kreuzen von zwei Personenwagen? Alternativen: Versuchsbetrieb mit aufgemaltem Streifen für Fussgänger? Verbreiterung der Strasse, was Landerwerbsverhandlungen bedingen würde?

Unbestritten ist das Bedürfnis nach mehr Sicherheit für die Fussgänger und Velofahrer. Der Antrag von Werner Klauser auf Rückweisung des Geschäfts kam deutlich durch. Der Gemeinderat hat zusätzlich den Auftrag gefasst, Abklärungen bezüglich einer Tempo-30-Zone im Gebiet Rüssli vorzunehmen.

Unter «Verschiedenes und Umfrage» orientierte der Gemeinderat über die neue Vortrittsregelung bei den Einmündungen von Gemeindestrassen in Kantonsstrassen: 12 Signale «Kein Vortritt» und ein Stoppsignal werden aufgestellt. Unbestritten waren die Erhöhung der Gemeinderatsbesoldung, der Konzessionsvertrag mit der IBAarau Strom AG, die Rechnung 2008 und drei Kreditabrechnungen.