Gerag
«An unserer Fusion gibt es nichts zu rütteln»

Auf den 1. Januar 2012 werden Merenschwand und Benzenschwil fusionieren. Daran ändert das Nein des Aargauervolks zu Gerag nichts. Aber: Finanziell wird die neue Gemeinde schlechter dastehen als erwartet.

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Ammänner

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Aargauer Zeitung

Fabian Hägler

«Wir besprechen heute zusammen mit Benzenschwil und dem aargauischen Gemeinde-inspektorat, welche Folgen das Nein zur Gemeindereform für unsere Fusion hat», sagt Karl Suter, Gemeindeammann von Merenschwand. Die Stimmenden seiner Gemeinde hatten vor zehn Tagen alle vier Vorlagen angenommen.

«Merenschwand hat richtig entschieden», schmunzelt Suter. Für ihn ist klar, dass die Fusion mit Benzenschwil, der beide Gemeindeversammlungen und der Grosse Rat zugestimmt haben, einen Einfluss auf das Stimmverhalten hatte.

Entschuldung bringt wenig

Weniger glücklich als mit seinen Mitbürgern ist Suter mit dem Resultat im ganzen Kanton. «Wir müssen das Nein zu Gerag akzeptieren, aber an unserer Fusion gibt es nichts zu rütteln», sagt er. Das heisst: Am 1. Januar 2012 gehen Benzenschwil und Merenschwand definitiv zusammen.

Folgen hat der negative Volksentscheid aber durchaus für die beiden künftigen Partner. «Für uns gilt nun weiterhin das alte Gesetz, das eine Entschuldung der fusionswilligen Gemeinden durch den Kanton vorsieht», betont Suter. Weil Merenschwand und Benzenschwil im Moment aber niedrige Schulden hätten, «ist dieses Modell finanziell weniger attraktiv für uns». Suter erklärt, die zwei Gemeinden hätten im Hinblick auf ihre Fusion mit einem Ja zur Gemeindereform gerechnet.

Villmergen-Hilfikon im Soll

Nicht mit diesem Problem beschäftigen müssen sich Villmergen und Hilfikon, die auf den 1. Januar 2010 fusionieren. «Wir haben die ganze Fusion nach altem Recht aufgebaut, dazu gehören auch die finanziellen Aspekte», erklärt Ueli Lütolf, Gemeindeammann in Hilfikon. «Der Fusionsvertrag ist unterzeichnet, insofern hat das Nein zur Gemeindereform für uns keine Auswirkungen.»