Im am Dienstagabend ausgestrahlten Fernsehbeitrag ist der mit dem Vorwurf der Tierquälerei konfrontierte Pferdehändler aus Hefenhofen TG zu sehen. Er hält ein Informationsschreiben der Thurgauer Staatsanwaltschaft über eine Durchsuchung im kantonalen Veterinäramt am 25. August in die Kamera.

Darin steht unter anderem, dass auch Akten beschlagnahmt worden seien. Es sei gut, dass eine neutrale Stelle schaue, dass die Ämter nicht mehr mauscheln könnten, erklärte der Pferdehändler dazu im Beitrag.

Im Fall Hefenhofen laufen momentan verschiedene Verfahren. Sowohl der Verein gegen Tierfabriken Schweiz (VgT) als auch der Thurgauische Tierschutzverband haben im August Strafanzeigen gegen den Kantonstierarzt eingereicht.

Amtsmissbrauch vorgeworfen

Vorgeworfen werden ihm Amtsmissbrauch und Beihilfe zur Tierquälerei. Eine der Anzeigen richtet sich auch noch gegen den Stellvertreter des Kantonstierarztes sowie gegen FDP-Regierungsrat Walter Schönholzer.

Versteigerung der Pferde aus Hefenhofen hat begonnen

17. August 2017: Versteigerung der Pferde aus Hefenhofen

Die fast 100 gequälten Pferde aus Hefenhofen werden heute in Schönbühl bei Bern versteigert. Eine richtige Versteigerung ist es indes aber nicht. Die Pferde werden geschätzt und sämtliche Personen, welche den vorgegebenen Preis zahlen würden, bekommen eine Losnummer zugeteilt. Danach entscheidet das Los-Glück.

Parallel dazu hat am 20. September eine unabhängige Kommission ihre Arbeit aufgenommen. Sie untersucht unter anderem auch die Rolle des Veterinäramtes. Das von Hanspeter Uster geleitete Gremium wird Ende Dezember einen ersten Zwischenbericht vorlegen.

Die Thurgauer Staatsanwaltschaft war am Dienstagabend für eine Stellungnahme über den Stand der Ermittlungen nicht zu erreichen.