Biel
Amok-Rentner Kneubühl hat sieben Mal geschossen

Am Mittwoch wurde die Umgebung von Peter Kneubühls Haus in Biel erneut abgesperrt. Die Polizei will damit herausfinden, wie ihm seine Flucht gelingen konnte.

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 Auf dieser Wiese wurde Peter K. festgenommen.
 Diensthund Faro von der Kantonspolizei Basel-Landschaft. (Bild: Polizei BL)
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 Kneubühl lachend beim Handwerken um sein Haus. Ob er hier gerade sein finales Gefecht vorbereitet?

Mehrere Dutzend Polizisten, Untersuchungsrichter Andreas Jenzer und der Anwalt von Peter Kneubühl rekonstruierten am Mittwoch in und um das Haus des inhaftierten Rentners die Vorfälle zwischen dem 8. und 10. September.

Obwohl sein Haus von mehreren Spezialeinheiten umstellt war, gelang ihm die Flucht. Dabei schoss er auf die Einsatzkräfte und verletzte einen Polizisten schwer. Dieser konnte das Spital inzwischen verlassen.

Sieben Schüsse auf die Polizei abgegeben

Nach bisherigen Erkenntnissen hat er insgesamt sieben Schüsse abgegeben. Spekulationen verschiedener Medien, wonach Einsatzkräfte den verletzten Polizisten selbst getroffen haben könnten, werden von Jenzer ausgeschlossen. Kneubühl weigerte sich Anfang September, sein zur Zwangsversteigerung freigegebenes Haus zu verlassen.

Trotz Grosseinsatz gelang es der Polizei erst nach einer Woche, den flüchtigen Rentner auszumachen. Seither befindet er sich im Regionalgefängnis Biel. Gegen ihn sind Untersuchungen wegen mehrfacher versuchter Tötung und Gefährdung des Lebens eingeleitet worden.

Unklar ist, wo sich Peter Kneubühl auf seiner Flucht versteckt hat und wo sich sein Gewehr befindet. Kneubühl selbst hat bisher jegliche Kooperation mit den Behörden verweigert. Ergebnisse werden in einigen Monaten erwartet. (mik)