Südafrika

Amnesty International kritisiert südafrikanische Polizei vor WM

Der mexikanische Goalie Guillermo Ochoa, eskortiert von Sicherheitskräften

Der mexikanische Goalie Guillermo Ochoa, eskortiert von Sicherheitskräften

Amnesty International erhebt wenige Tage vor Beginn der Fussball-Weltmeisterschaft schwere Vorwürfe gegen die südafrikanische Polizei. Die Beamten des Gastgeberlandes gingen massiv gegen Obdachlose, Strassenhändler und Migranten vor, erklärte die Menschenrechtsorganisation.

Betroffen seien vor allem die Bereiche rund um die Stadien, so AI weiter. "Zur Schikane zählen Polizeirazzien, willkürliche Festnahmen, Misshandlung, Erpressung sowie die Zerstörung inoffizieller Behausungen." Auch sei zu befürchten, dass Polizisten übereifrig Gebrauch von Schusswaffen machten, um die erwarteten 350'000 WM-Touristen zu beschützen.

Das grosse Polizei-Aufgebot in den einzelnen Austragungsorten habe ausserdem zur Folge, dass während des einmonatigen Turniers in den ärmeren Vierteln mit den höchsten Verbrechensraten weniger Sicherheitskräfte eingesetzt würden.

Polizeisprecher Vish Naidoo verteidigte das Vorgehen der Polizei und Behörden. Amnesty versuche die am 11. Juni beginnende WM in Verbindung mit einem konstanten Problem Südafrikas zu bringen. Millionen Menschen leben dort in Armut und Elendsvierteln. Täglich werden in dem Land 50 Morde registriert.

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