"Die USA und ihre Verbündeten müssen sicherstellen, dass ihre Truppen die Sicherheit der Afghanen erhöhen, statt sie immer grösseren Risiken auszusetzen", erklärte die Afghanistan-Expertin der Menschenrechtsorganisation, Verena Harpe, am Mittwoch in Berlin.

Die "de-facto-Straflosigkeit für die Tötung unbewaffneter Zivilisten" müsse ein Ende haben. Harpe forderte deshalb "koordinierte und transparente Mechanismen" zur Aufklärung der Fälle und für Entschädigungen.

2008 war die Zahl ziviler Opfer in Afghanistan durch den Einsatz internationaler und afghanischer Streitkräfte laut Amnesty International höher als je zuvor seit dem Sturz der Taliban Ende 2001. 795 Zivilisten seien getötet worden - 236 mehr als im Jahr 2007, berichtete die Organisation unter Berufung auf Zahlen der Vereinten Nationen.