Schweizer Luftwaffe

Am Schreckhorn abgestürzt: Verstorbener PC-7-Pilot ist ein Solothurner

Mit einem solchen Propellerflugzeug war der Milizmilitärpilot unterwegs, als es zum Absturz am Schreckhorn kam.

Mit einem solchen Propellerflugzeug war der Milizmilitärpilot unterwegs, als es zum Absturz am Schreckhorn kam.

Der Pilot, der beim Absturz eines Propellerflugzeuges der Schweizer Luftwaffe am Dienstag ums Leben kam, stammt aus dem Kanton Solothurn.

In einer Traueranzeige, welche am Samstag in der Solothurner Zeitung abgedruckt wurde, nehmen Angehörige Abschied vom tödlich verunfallten Milizmilitärpilot. «Du hast Deine Leidenschaft ausleben dürfen als Dich das Schicksal traf», heisst es in der Anzeige. René Schläppi wurde 50 Jahre alt. Er wuchs im Kanton Solothurn auf, wohnte aber ausserhalb des Kantons.

Eine weitere Todesanzeige kommt mit dem offiziellen Stempel der Schweizerischen Eidgenossenschaft daher. «Als Kommandant der Luftwaffe habe ich die schmerzliche Pflicht, Sie über den tragischen Tod von Oberstleutnand René «Rönu» Schläppi zu informieren», heisst es im Namen von Aldo C. Schellenberg, Kommandant der Luftwaffe, der den Angehörigen sein Beileid ausspricht. Man sei zutiefst betroffen und sehr traurig.

Die Abschiedsfeier für den Verstorbenen wird am Mittwoch auf dem Militärflugplatz in Payerne abgehalten.

Milizmilitärpilot René Schläppi war am Dienstag gegen 8.30 Uhr mit dem Propellerflugzeug vom Flugplatz Payerne in der Waadt gestartet und hätte um etwa 9.30 Uhr in Locarno im Tessin landen sollen. Weil er dort nicht planmässig ankam, wurde eine Suchaktion gestartet. Im Gebiet des Schreckhorns wurde das Flugzeug am Nachmittag gesichtet. Nebel und Schnee hatten daraufhin die Bergung des toten Piloten verzögert. 

PC-7 wurde lokalisiert

PC-7 wurde lokalisiert

Ein PC-7-Flugzeug der Schweizer Luftwaffe ist am Dienstagmorgen im Gebiet Schreckhorn in den Berner Alpen abgestürzt. Dies teilte Luftwaffenkommandant Aldo Schellenberg mit. Über das Schicksal des Piloten lagen am Dienstag noch keine Angaben vor.

Solothurner stürzte in Frankreich ab

Im Oktober 2015 war schon einmal ein Solothurner in einem Militärflugzeugunfall verwickelt – allerdings mit glimpflicherem Ausgang. Ein F/A-18-Kampfjet der Schweizer Luftwaffe war auf einem Trainingsflug im französischen Grenzgebiet abgestürzt. Der damals 38-jährige Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten, wurde aber bei der Landung mit dem Fallschirm leicht verletzt. 

Die Militärjustiz stellte diesen Sommer in ihrem Schlussbericht fest, dass dieser Absturz auf einen Pilotenfehler zurück geht. Hätte sich der Pilot vorschriftsgemäss verhalten, hätte das Flugzeug gerettet werden können, kommt sie zum Schluss. (ldu/sda)

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