Alterszentrum: Übergangslösung steht noch nicht

Alterszentrum: Übergangslösung steht noch nicht

Neuerungen: Urdorf kündigte die Anschlussverträge für das «Weihermatt» per Ende 2010, das Alterszentrum Am Bach dürfte aber erst 2012 bezugsbereit sein.  (Bild: Flavio Fuoli)

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Neuerungen: Urdorf kündigte die Anschlussverträge für das «Weihermatt» per Ende 2010, das Alterszentrum Am Bach dürfte aber erst 2012 bezugsbereit sein. (Bild: Flavio Fuoli)

Bis zum Bezugstermin des neuen Alterszentrums Am Bach Anfang 2012 müssen sich Seniorinnen und Senioren auswärts um Altersplätze bemühen. Die Hilfe der Gemeinde beanspruchen sie dabei nur selten.

Sidonia Küpfer

Das neue Alterszentrum Am Bach in Birmensdorf kann erst 2012 bezogen werden (vgl. Artikel vom 7. Januar). Schon Ende 2010 laufen aber die Verträge mit dem Urdorfer Alterszentrum Weihermatt aus. Was passiert in dieser Übergangsphase, in der die Birmensdorfer und Aescher Bevölkerung noch nicht in Birmensdorf einziehen kann?

«Wir machen uns natürlich Gedanken darüber und sind auf der Suche nach einer Lösung», sagt Susanne Burla, die Sozialvorsteherin von Aesch. Burla kann aber noch keine pfannenfertige Lösung für die Übergangszeit bis zur Fertigstellung des Alterszentrums Am Bach anbieten: Es sollen individuelle Lösungen in umliegenden Pflegeheimen gesucht werden. Sie stelle auch fest, dass sich die Menschen im Bedarfsfall oft selbst um einen Altersplatz bemühten und gar nicht erst den Weg über die Gemeindeverwaltung suchten.

Das fällt auch Annegret Grossen auf. Sie ist Vorständin der Fürsorge- und Vormundschaftsbehörde in Birmensdorf: «Bis jetzt ist niemand an uns herangetreten und hat um Hilfe bei der Suche nach einem Platz in einem Altersheim gebeten», bilanziert sie.

Neue Taxordnung ab 2011

Im Alterszentrum Weihermatt in Urdorf sind zurzeit eine Person aus Aesch, elf aus Birmensdorf und zwei aus Uitikon heimisch, fasst Gesamtleiter Alfred Sigrist die Belegung per 1. November zusammen. Total wohnen im Weihermatt 91 Personen. Der Vertrag, der Ende 2010 ausläuft, sieht vor, dass die Einwohnerinnen und Einwohner der Vertragsgemeinden Uitikon, Birmensdorf und Aesch in der Taxordnung analog behandelt werden, wie die Urdorferinnen und Urdorfer. Ab dem 2011 wird dies hinfällig und Senioren aus den drei Gemeinden werden von da an derselben höheren Taxordnung wie andere Auswärtige zugeordnet.

Fernziel eigene Altersplätze

Da Aesch jährlich nur gerade zwei oder drei Übertritte in eine Alterseinrichtung verzeichne, sei das Problem dort etwas weniger drängend als ins Birmensdorf, erklärt Susanne Burla. Auch Annegret Grossen sieht dem Auslaufen der Verträge gelassen entgegen: «Es ist ja nicht so, dass Urdorf unsere Einwohnerinnen und Einwohner gar nicht mehr aufnimmt. Aber die Gemeinde hat angekündigt, dass sie die Plätze bald selber benötigen wird und wir deshalb nicht mehr bevorzugt behandelt werden können.» Deshalb freut sich Grossen auf das eigene Alterszentrum: «Es musste unser Ziel sein, dass Birmensdorf bald selbst Plätze für Seniorinnen und Senioren anbieten kann.»

Eingespielte Eigenverantwortung

Dass dies bis anhin noch nicht der Fall war, ist für Annegret Grossen möglicherweise der Grund dafür, dass die Birmensdorfer Bevölkerung ihre Altersplätze selbstständig organisiert: «Die Birmensdorferinnen und Birmensdorfer haben sich wohl über die Jahre daran gewöhnt, bei den umliegenden Altersheimen anzuklopfen.» Wer sich aber bei der Gemeinde meldet, dem werde natürlich auch geholfen, sagt Annegret Grossen.

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