Eddy Schambron

Der Standort Dorfstrasse 1 ist für das Bünzer Ortsbild wichtig. «Denkmalschutz und Ortsbildschutz haben sehr genau geschaut, was wir da machen», sagt Architekt Daniel Zehnder aus Niederrohrdorf, den der Gemeinderat als Berater zugezogen hat. Das Siegerprojekt aus einem Wettbewerb unter vier Architektenbüros kommt vom Nachwuchsteam Kim Strebel Architekten aus Aarau.

Altersgerechte Wohnungen

Vorgaben für die Architektenteams waren unter anderem die Realisierung von acht altersgerechten Wohnungen, ein Sockelgeschoss mit zwei bis drei Geschäften sowie ein Mehrzweckraum, wobei für letzteren eine zweite Etappe möglich sein sollte. «Das Nachwuchsteam hat die Aufgabe am besten gemeistert», betonte Zehnder.

Der Baukörper passe sich gut ins Dorfbild ein, durch eine Trennung von Hauptgebäude und Mehrzweckraum sei auch eine Etappierung problemlos möglich. Die Dienstleistungsgeschäfte im Erdgeschoss weisen vielseitig nutzbare Aussenräume auf, heisst es zudem im Jurybericht.

Schliesslich gehöre das Projekt im Quervergleich zu den kostengünstigsten. Das Haus soll in Minergie-Standard und vollständig rollstuhlgängig gebaut werden.

Kim Strebel Architekten haben nun den Auftrag erhalten, ihr Projekt zu überarbeiten. So ist die Dachlandschaft bezüglich Neigungen, Durchbrüchen und Dachabschlüssen zu optimieren. Die Fassade des gemauerten Hauses ist aus fein gegliedertem Holz; sie soll allerdings als Mauerwerk in Erscheinung treten.

Der Mehrzweckraum, vom Konzept her sehr überzeugend, wird bezüglich Gestaltung überarbeitet. Schliesslich ist die Parkierung zur Sicherheit der Benutzer des Schulweges zu optimieren.

Vor Projektierungskredit

An der nächsten Wintergemeindeversammlung soll ein Planungskredit von 300 000 bis 400 000 Franken vors Volk kommen. Wird dieser bewilligt, käme rund ein Jahr später der Baukredit zur Abstimmung.

Die Liegenschaft Dorfstrasse 1 gehörte drei Geschwistern und wurde von ihnen bewirtschaftet. Die Gemeinde konnte sie von Pia Müller, der letzten Bewohnerin, erwerben, wie Gemeinderat Gerri Hirt erklärte. «Das war für die Gemeinde natürlich ideal, da sich die Liegenschaft in unmittelbarer Nähe zum Gemeindehaus und zur Schulanlage befindet.