Rheinfelden

Alter Stadtgraben künftig ein Biotop

Sanierung der Habich-Dietschy-Strasse: Von der alten Stadtmauer (links) aus soll es im Rahmen der Nutzungsplanung eine Teilzonenrevision geben. (lbr)

Stadtgraben Rheinfelden

Sanierung der Habich-Dietschy-Strasse: Von der alten Stadtmauer (links) aus soll es im Rahmen der Nutzungsplanung eine Teilzonenrevision geben. (lbr)

Die alte Rheinbrücke in Rheinfelden ist für den motorisierten Individualverkehr geschlossen, ein Entwicklungsrichtplan Schiffländi liegt vor, nun stehen in diesem Bereich städtebauliche Neuerungen bevor.

Peter Rombach

Weil der Richtplan lediglich behördenverbindliche Festlegungen beinhaltet, ist nun eine Teilzonenrevision erforderlich, die für Grund-eigentümer verbindliche Ziele fixiert. Der Gemeinderat beantragt daher an der nächsten Versammlung der Einwohnergemeinde eine offizielle Genehmigung der Revision des Teilzonenplans Habich-Dietschy-Strasse, weil dieser Bereich für ihn eine «städtebaulich wichtige Schlüsselstelle» einnimmt. Er sieht eine «Scharnierfunktion» zwischen Altstadt und den sich westlich anschliessenden neuen Quartieren bis hin zur Baslerstrasse und verlangt eine Gestaltungsplan-Pflicht. Ihm schwebt ferner vor, «publikumsorientierte Nutzungen» zu schaffen, den historischen Stadtgraben zu öffnen und ihn künftig als Grünraum und Vernetzungskorridor zu nutzen, aber auch die alte Bändelifabrik abzubrechen.

Die Planer möchten die Wirkung des unter Schutz stehenden Roten Hauses und der Stadtmauer als «Tor zur Altstadt» stärken, aber auch die maximale Gesamthöhe für Neubauten westlich des Stadtgrabens klar definieren, um einen städtebaulichen Wildwuchs zu vermeiden.

Das Oelwegli soll verlegt werden, um eine hindernisfreie, attraktive Fussgängerverbindung von der Schifflände hinauf zur Bahnhofstrasse zu realisieren. Was Baugesuche anbelangt, verlangt der Gemeinderat jeweils auch die Vorlage eines Energiekonzepts: «Diesem müssen geringe Umweltbelastungen und sparsame Energieverwendung zugrunde liegen; Abwärme und erneuerbare Energien sind mit Priorität zu nutzen.» Das jüngst verliehene Label «Energiestadt» lässt grüssen.

Mit Blick auf die Verkehrssituation wurde festgehalten, die Zufahrten zur Schiffländi, zum Rheinparking und zu den Liegenschaften in der Altstadt zu gewährleisten. Der öffentliche Busverkehr soll weiterhin die Habich-Dietschy-Strasse benutzen, plädiert der Gemeinderat für «Standortqualität» der neu zu gestaltenden Zone. Er verlangt ferner, mit Ausnahme einiger Kurzzeitparkplätze die Parkierung unterirdisch anzuordnen.

Für den Gemeinderat ist klar: «Mit der neuen Teilzonierung wird vielen öffentlichen Anliegen entsprochen.» Mit der Umzonung und dem Gestaltungsplan würden die Bauten westlich des Stadtgrabens konzentriert, was eine optimale Grundstücksausnutzung nach sich ziehe. «Unsere Planung stellt hohe qualitative Anforderungen an die ortsbauliche Einordnung und die architektonische Gestaltung.»

Stimmt die Versammlung der Einwohnergemeinde der Teilzonenplanrevision zu, könnten bald Baugesuche eingereicht werden.

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