Der architekturgeschichtlich wertvolle Industriezeuge, der noch aus der Gründerzeit der BBC stammt, wird in eine definitive neue Nutzung überführt. Geplant ist, mit dem Jugendlokal Merkker dorthin zu ziehen.

Jugend und Kunst kombiniert

Das Jugendlokal soll weiterhin aus Jugendbeizen- und Kulturbetrieb bestehen. Betreiberin bleibt die Jugendarbeit der Stadt Baden. Eine Projektgruppe hat ein Konzept entworfen, das nun geprüft werden soll. Vorgesehen sind eine Vorstellungshalle und ein Restaurant.

Derzeit erarbeitet ein Projektteam die Grundlagen für einen Wettbewerb. Darin vertreten sind die Abteilungen Liegenschaften, Jugendarbeit (Kinder, Jugend, Familie), der Kunstraum und die Fachstelle Kultur unter Führung der Abteilung Planung und Bau. In der Alten Schmiede soll auch die Kunst am Bau des Berufsbildungszentrums (BBB) realisiert werden. Jarl Olesen, Leiter Planung und Bau, spricht von zwei Varianten: Entweder man realisiere Kunst am Bau und Jugendlokal getrennt voneinander oder man bringe beides zusammen, was neue Chancen eröffne. Für die Kunst am Bau wurde bereits früher eine Evaluation erarbeitet, das Vorhaben wurde aber auf Eis gelegt. Denn die geplante Übergabe des Eisenfachwerkbaus an die Stadt hatte sich auf unbekannte Zeit verzögert, weil die ABB den Platz als Lager brauchte und die Stadt noch keinen Nutzen gefunden hat.

Nebst Jugend und Kunst hat auch die Kultur ihre Bedürfnisse angemeldet. «Der Mangel an Kulturräumen zum Proben oder als Ateliers, Lager etc. in Baden ist bekannt», sagt Patrick Nöthiger, Leiter Fachstelle Kultur. Er hofft, dass bei der Realisierung diese Anliegen berücksichtigt würden. Eine Begleitkommission wird das Raumprogramm kritisch hinterfragen.

Einige Millionen reserviert

«Der Stadtrat hat in Aussicht genommen, das Jugendlokal Merkker in die Alte Schmiede zu verlegen», sagt Stadtammann Stephan Attiger. Der Umzug wird spätestens per Vertragsende 2013 stattfinden. Mit der ABB Immobilien AG sei vereinbart worden, dass sie einen Teil der Altlastenbereinigung vornehme, und zwar in Kostenhöhe des Abbruchs (mit Altlastensanierung) für die Freifläche.

Die Kombination von Jugendstätte und Kunst am Bau könne etwas Spannendes werden, so Attiger. Für die Realisierung können sowohl der Ertrag aus dem Verkauf der Merker-Spedition als auch das BBB-Kunstprozent verwendet werden. Attiger spricht von mehreren Millionen Franken. (-rr-)