Limeco

Als «Limeco» in die Zukunft

Die Geschäftsleitung Hans Gräppi, Hanspeter Engeli, Gabriela Kofel, Emil Schönmann und Heinz Siegenthaler

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Die Geschäftsleitung Hans Gräppi, Hanspeter Engeli, Gabriela Kofel, Emil Schönmann und Heinz Siegenthaler

Interkommunale Anstalt statt Zweckverband, «Limeco» statt Kläranlageverband Limmattal (KVL): Mit diesen Änderung wappnet sich der KVL, ein Zusammenschluss von acht Limmattaler Gemeinden, für künftige Herausforderungen.

«Der neue Name ‹Limeco› weckt Assoziationen zum Standort Limmattal und den Begriffen «Ecology» und «Economy», schreibt der Schlieremer Stadtrat in seinem Antrag ans Parlament zur Änderung der Rechtsform des Kläranlageverbands Limmattal. Der KVL, ein Zusammenschluss der Gemeinden Dietikon, Geroldswil, Unterengstringen, Oberengstringen, Oetwil, Schlieren, Urdorf und Weiningen, waren bislang als Zweckverband organisiert gewesen. Nun soll er in eine Interkommunale Anstalt mit dem Namen Limeco überführt werden.

Blockierte Prozesse

Der Trend zu «mehr Markt» - Fernwärmeproduktion, neue Umwelttechniken - mache es für Zweckverbände ratsam, «neue Wege zu suchen, um ihre Aufgabe weiterhin optimal ausfüllen zu können», erklärt der Schlieremer Stadtrat in seinen Ausführungen. Die neue Kantonsverfassung, seit Anfang 2006 in Kraft, gebe den einzelnen Stimmberechtigten mehr Mitspracherecht bei Zweckverbänden, was in erheblichem Masse dazu beitragen könnte, dass mittels Einsprachen und zwingenden Volksabstimmungen ganze Prozesse blockiert oder zumindest lange hinausgezögert werden könnten», so der Stadtrat.

Die gewählte neue Organisationsform, die so genannte Interkommunale Anstalt, berücksichtigt wirtschaftliche Aspekte, aber auch Anforderungen der öffentlichen Hand. Man habe, hält Schlierens Exekutive weiter fest, als Alternative zum Zweckverband auch eine privatrechtliche Trägerschaftsform «mit ausschliesslicher Beteiligung der Verbandsgemeinden geprüft». Anders als bei der Interkommunalen Anstalt führe diese Variante «jedoch zu einer Vermischung des öffentlichen und des privaten Rechts», weshalb man von dieser Trägerschaftsform abgesehen habe.

Kosten von 150 000 Franken

Die Kosten für den Wechsel der Organisationsform belaufen sich gemäss dem Schlieremer Stadtrat auf gegen 150 000 Franken; zusätzliche Aufwendungen betreffen die internen Aufwendungen der Verbandsgemeinden in der Vorbereitungs- und Übergangsphase.

Neben Schlieren müssen alle weiteren beteiligten Gemeinden die Überführung des Zweckverbands gutheissen; danach befindet der Regierungsrat über die Genehmigung des Vertragswerks.

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