Rekord-Jackpot
Als jeder Lottozettel noch einzeln kontrolliert wurde

Swisslos rechnet für Mittwochabend mit 1,5 Millionen Spielscheinen. Ob auf einem davon sechs Richtige stehen, erfahren wir kurz nach der Ziehung. Ganz im Gegensatz zu den Anfangszeiten der Lotterie: Damals dauerte es Tage, den Gewinner zu ermitteln.

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Wird der Lotto-Jackpot in Höhe von 43,5 Millionen Franken am Mittwochabend geknackt werden? Diese Frage treibt nicht nur die Lottospieler um, sondern auch die Lotto-Gesellschaft Swisslos um. Noch nie in der Geschichte des Schweizer Zahlenlottos hielt ein Jackpot so lange Stand.

Bereits 40 Mal hintereinander wurden die sechs Richtigen und die Glückszahl nicht gezogen, weshalb der Jackpot auf die neue Rekordhöhe geklettert ist. Zuletzt hatte ein Glücklicher oder eine Glückliche am 29. März den Jackpot gewonnen.

Versuch Nummer 41

Am Mittwochabend findet nun die 41. Ausspielung des neuen Jackpots statt, wie Swisslos-Sprecher Willy Mesmer sagte. "Das ist in der Geschichte des Lottos in der Schweiz bislang einmalig." Die allererste Ziehung des Schweizer Zahlenlottos fand am 10. Januar 1970 statt.

Für die Ziehung am Mittwoch rechnet Swisslos mit etwa 1,5 Millionen gespielten Scheinen, wie Mesmer sagte. Bei der Ziehung am vergangenen Samstag, bei der es um 39,5 Millionen Franken gegangen war, seien 1,1 Millionen Lottoscheine gespielt worden. Und dennoch war auf keinem einzigen Zettel die richtige Zahlenkombination vermerkt.

Ob es am Mittwochabend soweit ist, wird bereits etwa eine Stunde nach der Ziehung bekannt sein. Dies im Unterschied zu 1970: Damals wurde nur am Samstag Lotto gespielt. Ob es einen Gewinner gab, stand immer erst am Montag fest. Die Lottogesellschaft musste die nur in Papierform bestehenden Scheine noch einzeln kontrollieren.

Das war auch im August 1990 noch der Fall, als bei den gespielten Scheinen der absolute Rekord erreicht wurde. Ganze 4 Millionen Scheine hatten die Lottospielerinnen und -spieler eingereicht, um die 18 Millionen Franken im Jackpot zu ergattern. "Wir wateten in der Lotto-Zentrale in Basel quasi durch Papier", erinnerte sich Mesmer.

Chancen auf einen Sechser leicht verbessert

1990 standen die Chancen auf einen Sechser noch weit schlechter als heute: Die Wahrscheinlichkeit auf sechs Richtige zu tippen, lag bei 1 zu 8,1 Millionen, weil man aus 45 Zahlen wählen musste.

Seit Anfang 2013 sind in den Kästchen der Lottoscheine nur noch je 42 Zahlen aufgedruckt - die Wahrscheinlichkeit auf einen Sechser sank damit auf 1 zu 5,2 Millionen. Die Wahrscheinlichkeit, auch noch die richtige Glückszahl zu spielen und den Jackpot zu knacken, liegt bei etwa bei 1 zu 31,5 Millionen.

Das die Chancen auf einen Gewinn leicht gestiegen sind, hatte Swisslos Anfang Jahr zu spüren bekommen. Allein in den ersten drei Monaten gab es vier Haupttreffer - auch das ist ein Rekord in der Schweizer Lottogeschichte. "Wir fürchteten schon, dass es nie wieder eine normale Jackpot-Periode geben wird", sagte Mesmer. Die laufende Periode ist nun das andere Extrem.