Luzern

Allmendtunnel für Luzerner Zentralbahn durchstochen

In Luzern ist am Dienstagnachmittag der Allmendtunnel durchschlagen worden. Der 470 Meter lange Tunnel ist Teil des Projektes zur Tieflegung der Zentralbahn (zb) und zum Ausbau auf Doppelspur. Die neue Linienführung wird im Dezember 2013 in Betrieb genommen.

Für die Zentralbahn wird in Luzern ein neues Doppelspurtrassee von rund zwei Kilometern Länge erstellt, davon 1450 Meter unterirdisch Vor einem Jahr erfolgte der Durchstich des Pilotstollens des 550 Meter langen Hubelmatttunnels, der bergmännisch erstellt wird. Bereits im Tagbau erstellt ist die 145 Meter lange Rampe zum Allmendtunnel.

Der am Dienstag durchbrochene Tunnel unter der Allmend wird in der so genannten Deckelbauweise unter Druckluft erstellt. Der Luftüberdruck bildet eine Gegenkraft zum Grundwasser und die Druckluft verdrängt das zuströmende Grundwasser. Es werden zunächst die Spundwände und die Tunneldecke erstellt, dann folgen der Aushub und das Betonieren der Bodenplatte.

Im Kosten- und Terminrahmen

Zwischen Hubelmatt- und Allmendtunnel entsteht, ebenfalls unterirdisch, die neue Haltestelle Allmend, mit der das Freizeit- und Messegelände sowie das neue Fussballstadion des FC Luzern erschlossen wird. Laut dem Luzerner Kantonsingenieur Rolf Bättig können sowohl die Kosten wie die Termine eingehalten werden.

Das Gesamtprojekt sieht neben dem Ausbau in Luzern auch den - immer noch umstrittenen - Doppelspurausbau in Hergiswil NW sowie Beschleunigungsmassnahmen auf dem übrigen Netz der zb vor.

Der Ausbau kostet 250 Mio. Franken, davon entfallen 231 Mio. Franken auf die Arbeiten in Luzern. Der Bund beteiligt sich mit 120 Mio. Franken an den Gesamtkosten, der Kanton Luzern trägt 68, die Stadt Luzern 24 Mio. Franken. Nidwalden trägt 23 und Obwalden 15 Mio. Franken.

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