Welternährungstag

Alliance Sud fordert von Schweiz mehr Elendsbekämpfung

Peter Niggli fordert mehr Einsatz für Landwirtschaft (Archiv)

Peter Niggli fordert mehr Einsatz für Landwirtschaft (Archiv)

Anlässlich des Welternährungstags von morgen Freitag hat Alliance Sud die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit kritisiert. Diese müsse sich mehr für die Landwirtschaft oder die Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern einsetzen, fordert die Vereinigung der Schweizer Hilfswerke.

"Unsere Aussen- und Wirtschaftsministerinnen sind stetig in Versuchung, die Entwicklungszusammenarbeit für glamourösere Dinge als Landwirtschaft oder Elendsbekämpfung einzusetzen. Das ist falsch und muss korrigiert werden", erklärte Alliance-Sud-Geschäftsführer Peter Niggli in einem Interview der Nachrichtenagentur SDA.

Die Programme, welche die Schweiz in diesem Bereich bisher entwickelt habe, seien gut und wirksam, lobte er. Weiter solle sich die Schweiz international für eine Stärkung der Welternährungsorganisation (FAO) einsetzen.

Das UNO-Organ sei wichtig, damit das Menschenrecht auf Nahrung mehr Gewicht erhalte. Die FAO koordiniert die Hilfsprojekte, stellt Ziele für die Hungerbekämpfung auf und überwacht die nationale Politik der betroffenen Länder.

Um die "bitterste Armut" zu bekämpfen, seien grössere Investitionen in die Landwirtschaft der Entwicklungsländer nötig, fordert Niggli. Die kleinbäuerliche Landwirtschaft sei vernachlässigt worden, die Investitionen der Entwicklungszusammenarbeit in die Landwirtschaft seien um die Hälfte zurückgegangen.

Dies müsse die Politik ändern - "nicht nur mit blossen Worten", fordert Niggli. Sozialprogramme, die Verbesserung der rechtlichen und politischen Lage von Frauen und ethnisch oder kastenmässig diskriminierten Menschen sowie grossangelegte Landreformen seien nötig.

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