Fusionsprojekt

Allfälliges Gross-Freiburg soll zweisprachig sein

Im Oktober 2018 wurde bereits ein Zug auf den Namen Fribourg/Freiburg getauft. Nun soll auch die Stadt den Doppelnamen erhalten. (Archivbild)

Im Oktober 2018 wurde bereits ein Zug auf den Namen Fribourg/Freiburg getauft. Nun soll auch die Stadt den Doppelnamen erhalten. (Archivbild)

Kommt es zu einer Fusion der Stadt Freiburg mit acht Agglomerationsgemeinden, soll diese neue Grossgemeinde offiziell zweisprachig sein. Das schlägt eine Arbeitsgruppe jenes Organs vor, welches der allfälligen Grossfusion den Weg bereitet.

Die allfällige Fusionsgemeinde müsse aus ihrer Position als Brückenstadt zwischen der West- und der Deutschschweiz mehr Nutzen ziehen: Das findet die "Arbeitsgruppe Geschichte und Identität" der konstituierenden Versammlung Gross-Freiburgs laut einer Mitteilung vom Freitag.

Die Arbeitsgruppe legt auch einen Vorschlag für den Namen der künftigen Grossgemeinde mit gegen 75'000 Einwohnern vor. Dieser soll auf Französisch Fribourg und auf Deutsch Freiburg lauten. Heute heisst die Stadt Freiburg offiziell "Ville de Fribourg". Sie ist zwar faktisch zweisprachig, nicht aber offiziell zweisprachig wie die Stadt Biel/Bienne.

In einem offiziell zweisprachigen Gross-Freiburg könnten Eltern aus acht heute französischsprachigen Freiburger Vorortsgemeinden frei wählen, ob sie ihre Kinder in eine französisch- oder eine deutschsprachigen Schule schicken. Heute hat nur die Stadt Freiburg französisch- und deutschsprachige Schulen.

Die Arbeitsgruppe schlägt auch vor, in der Volksschule eine "filière bilingue" einzuführen, ein zweisprachiges Unterrichtsprogramm. Die konstituierende Versammlung Gross-Freiburgs wird vom Oberamtmann des Saanebezirks präsidiert und vereint 36 Delegierte aus den beteiligten Gemeinden.

Im Herbst 2020 sollen die Bürgerinnen und Bürger der neun Regionsgemeinden über eine Fusionsvereinbarung abstimmen.

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