Hochuli

Alle Frauen sind «Superweiber»

Superweiber - ganz gewöhnliche Frauen wie wir.

Alle Frauen sind super

Superweiber - ganz gewöhnliche Frauen wie wir.

Sind Frauen, die in der Politik oder in der Wirtschaft bedeutende Ämter übernehmen, alle Superweiber? In Schöftland äusserten sich drei Politikerinnen zum Thema.

Im Rahmen der Wanderausstellung «Wir mittendrin» des Gemeinnützigen Frauenvereins sassen im katholischen Pfarreizentrum in Schöftland drei Politikerinnen vor Publikum auf dem Sofa: Sylvia Flückiger, Nationalrätin, Susanne Hochuli, Regierungsrätin, und Elsbeth Kaufmann, Gemeinderätin. Sie beantworteten die Fragen von Irene Leuenberger, Ehrenpräsidentin des Aargauischen Frauenvereins.

Die Diskussion des Abends drehte sich um die Kernfrage: Sind Frauen, die in der Politik oder in der Wirtschaft bedeutende Ämter übernehmen, alle Superweiber? «Weiber? Wir sagten uns, zu weiblich geht heute auch Superweib», erklärte Präsidentin Margrit Feller.

Die drei angesprochenen Frauen sahen sich allerdings nicht in der Rolle der Superfrau. «Wir dürfen nicht nur das von aussen Sichtbare bewerten», sagte Susanne Hochuli, «alle die Frauen, die in Beruf, Familie, in der Freiwilligenarbeit Grosses leisten, sind ebenfalls Superweiber, wenn wir diesen Ausdruck brauchen wollen.» Für Sylvia Flückiger ist klar: «Wir Frauen dürfen alle stolz auf uns sein, können wir doch alle gut organisieren und unsere Aufgaben zu Hause und auswärts meistern.» Dennoch wollte Leuenberger wissen, wie man zu Superfrau werde.

Man werde als Frau geboren, sagte Flückiger, und wichtig sei, dass man zum selbstständigen Menschen erzogen werde. Dabei waren sich die Frauen einig: Es gehe für sie zwar darum, besondere Aufgaben zu meistern, aber dabei müssten sie auch immer genügend Abstand wahren. «So gesehen sind auch die drei auf dem Podium gewöhnliche Frauen», meinte Leuenberger.

«Wie motivieren Sie Ihr Umfeld?», wollte die Diskussionsleiterin wissen. Hochuli sagte in unverblümter Offenheit: «Für mich sind die ehrliche Dankbarkeit und Herzlichkeit gegenüber meinen Mitarbeitenden zentral.» Manch kleines Zeichen der Dankbarkeit trage zum guten Klima bei. Für Flückiger sind das Zuhören und auch das Eingestehen von Fehlern bedeutsam, «das Echtsein». Elsbeth Kaufmann setzt vor allem darauf, ihr Umfeld im Gespräch zu überzeugen. (psi)

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