Beim zweiten Wahlgang vom Sonntag setzten die Freiburger Wahlberechtigten die gleichen sieben Personen auf die ersten sieben Plätze wie schon anlässlich des ersten Wahlgangs vom 13. November. Nur die Reihenfolge hat sich minim geändert.

Den neuen, siebenköpfigen Freiburger Staatsrat werden ab nächstem Jahr folgende Personen bilden: Isabelle Chassot (CVP, bisher, 35'622 Stimmen), Beat Vonlanthen (CVP, bisher, 35'191), Georges Godel (CVP, bisher, 33'504), Erwin Jutzet (SP, bisher, 33'141), Marie Garnier (Grüne, neu, 31'222), Anne-Claude Demierre (SP, bisher, 30'472) und Maurice Ropraz (FDP, neu, 28'359).

Nicht gewählt wurden Pierre-André Page von der SVP (20'450) und Pierre Olivier Nobs von der CSP (19'834).

Nach dem ersten Wahlgang lag Erwin Jutzet noch auf Rang 3, nun also auf Rang 4. Und die Grüne Marie Garnier verbesserte sich von Rang 6 auf Rang 5.

Grüne erstmals im Freiburger Staatsrat

Im Zentrum der Staatsratswahlen von diesem Jahr im Kanton Freiburg stand vor allem die Frage, wer die Sitze der abtretenden Pascal Corminboeuf (parteilos) und Claude Lässer (FDP) ergattern würde. Die FDP hat nun also ihren Sitz halten können. Und den Grünen ist es gelungen, erstmals in ihrer Geschichte in die Regierung einzuziehen.

Ihre neue Staatsrätin, Marie Garnier, ist Leiterin des Pro-Natura-Zentrums Champ-Pittet bei Yverdon, Gemeinderätin der Freiburger Agglomerationsgemeinde Villars-sur-Glâne und Mutter einer Tochter und eines Sohnes. Die 49-jährige Agronomin ist die Tochter eines früheren FDP-Grossrats.

Maurice Ropraz, der neue FDP-Staatsrat, ist noch bis Ende Jahr Oberamtmann (Regierungsstatthalter) im Greyerzbezirk. Der 46-jährige Rechtsanwalt wohnt in Sorens.