Welt-Malariatag

Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria

Kampf gegen die Malaria-Krankheit

Kampf gegen die Malaria-Krankheit

Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria. Mit rund 800 000 Todesfällen im Jahr bleibt die Tropenkrankheit eine der häufigsten Todesursachen für Kinder in armen Ländern. Allerdings gibt es im Kampf gegen die Malaria auch Fortschritte zu vermelden.

In jüngster Zeit habe sich die Vorsorge deutlich verbessert, teilte UNICEF am Freitag anlässlich des Welt-Malariatages am 25. April mit. So verteilte das Kinderhilfswerk UNICEF im letzten Jahr 20 Millionen Moskitonetze an gefährdete Familien.

Bis 2010 sollen in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen flächendeckend Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. "Erstmals sind wir zuversichtlich, dass Malaria zu einer seltenen Ursache von Krankheit und Tod werden kann", sagte UNICEF-Direktorin Ann Veneman.

Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO berichtete anlässlich des Welt-Malariatages über Erfolge im Kampf gegen die Tropenkrankheit. Dank dem Einsatz der mit Insektiziden behandelten Moskitonetze hätten in zehn afrikanischen Ländern gegen 125 000 Todesfälle vermieden werden können, teilte die Organisation mit.

Gemäss WHO-Erhebungen hat sich der Gebrauch von Moskitonetzen in 19 der 22 afrikanischen Länder südlich der Sahara verdreifacht. In diesen Ländern ist die Malaria die häufigste Todesstrafe für Kinder unter fünf Jahren.

Zwar stieg der Schutz von Kindern durch Moskitonetze von 2 Prozent im Jahr 2000 auf 20 Prozent im Jahr 2006. Noch immer sei die Verteilung und der Gebrauch dieses "einfachen, effizienten und billigen" Werkzeugs in vielen Regionen, vor allem in abgelegenen und sehr armen Gebieten, weiterhin unzureichend.

Der Malaria-Erreger wird von der Anopheles-Mücke übertragen, die besonders nachts zusticht. Die Krankheit ist heilbar, wenn sie sofort behandelt wird. Ohne Hilfe können jedoch vor allem Kinder innerhalb von 24 Stunden sterben.

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