Atomausstieg

AKW-Showdown: Abstimmung spitzt sich auf sechs Kantone zu

Im Bild das AKW Gösgen.

Im Bild das AKW Gösgen.

Bei der Abstimmung zum Atomausstieg nächste Woche könnte das Ständemehr entscheidend sein: Im Szenario eines dünnen Volksmehrs verlagert sich der Kampf laut dem Prognosemodell von Politikforscher Claude Longchamp in sechs «Swing States».

Das Schicksal der Atomausstiegs-Initiative der Grünen könnte sich in den Kantonen Graubünden, Glarus, Uri, Bern, Freiburg und Waadt entscheiden, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet.

Die Kantone zählen gemäss einem neuen Prognosemodell von Politikforscher Claude Longchamp im Fall eines knappen Volksmehrs zu den «Swing States»: Sollte das Nein-Lager auf zwölf Kantone kommen, wird sie abgelehnt, auch wenn eine Mehrheit der Stimmbevölkerung Ja stimmt. In zehn Kantonen gilt ein Nein als wahrscheinlich.

Derweil warnt der Präsident des Energiekonzerns Axpo, Thomas Sieber, vor Stromausfällen, wenn die Initiative angenommen wird. Schon Blackouts von wenigen Tagen könnten einen wirtschaftlichen Schaden von 230 Millionen Franken verursachen, schreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) in einer aktuellen Publikation. Zentrale Dienstleistungen wie der Geldverkehr könnten ausfallen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1