Die Anlage werde weiter hochgefahren und erreiche in den nächsten Tagen die volle Leistung, teilte die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG (KKG) am Freitag mit. Der Probebetrieb des neuen Generators werde noch für mehrere Wochen fortgesetzt.

Die Probleme mit dem neuen Stromgenerator hatten zwei Mal dazu geführt, dass das AKW ungeplant vom Netz musste. Zuerst machte der 100 Tonnen schwere Rotor des Generators Probleme. Er musste im Juli wieder ausgebaut werden. Die Ursache des Problems war, dass die Kühlgas-Austrittsöffnungen noch verschlossen waren.

Nach einem Probebetrieb tauchte im August ein Problem beim Dichtölsystem des Generators auf. Eine defekte Rohrleitung verursachte ein Leck. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten und Prüfungen am Dichtölsystem wurde der neue Generator im Verlauf dieser Woche wieder zusammengebaut, wie die KKG festhält. Es folgten letzte Anpassungsarbeiten sowie Druck- und Dichtheitsprüfungen.

Der ungeplante Produktionsausfall von 36 Tagen beim 1979 in Betrieb genommenen Atomkraftwerk Gösgen hat grosse Kostenfolgen. Trotz des Stillstandes des AKW fallen pro Tag Betriebskosten von rund einer Million Franken an. Es geht also um eine Summe von rund 36 Millionen Franken.

Die KKG kündigte bereits früher an, mit dem Stromgenerator-Hersteller Siemens im September Verhandlungen über einen Schadenersatz aufnehmen zu wollen.

An der AKW-Betreiberin KKG sind fünf Partner beteiligt: Die Alpiq AG (40 Prozent), die Axpo Power AG (25 Prozent), die Stadt Zürich (15 Prozent) sowie die Centralschweizerischen Kraftwerke AG (12,5 Prozent) und die Energie Wasser Bern (7,5 Prozent). (sda)