Auch die von der BKW angekündigten Massnahmen für die Nachrüstung des Atomkraftwerks in Mühleberg seien vorläufig zu verbieten, teilte das Komitee «Mühleberg Ver-Fahren» am Mittwoch mit. Die Verbote sollen nach Ansicht der Gesuchsteller gelten, bis die «zahlreichen offenen Sicherheitsfragen rechtskräftig geklärt sind».

Die AKW-Gegner fordern überdies Akteneinsicht in alle bei der Bundes-Aufsichtsbehörde ENSI hängigen Sicherheitsnachweise sowie ein externes Gutachten dazu. Ausserdem seien die Rund- und Vertikal- Ringsegmentnähte wie auch die Risse im Kernmantel des umstrittenen Atomkraftwerks zu prüfen.

Die Mühleberg-Gegner hatten sich bereits im März an das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) gewandt. Sie forderten damals die sofortige Ausserbetriebnahme aus Sicherheitsgründen. Das UVEK ging jedoch nicht darauf ein und suspendierte das Gesuch.

Seit langem kämpfen die Mühleberg-Gegner gegen die unbefristete Betriebsbewilligung, die das AKW Ende 2009 vom Bund erhielt. Das Dossier liegt zurzeit beim Bundesverwaltungsgericht.