Aktionäre wollen UBS verklagen
Aktionäre wollen UBS verklagen

Die Aktionärsgruppen Acatres und Deminor wollen gemeinsam Klage gegen die frühere UBS-Führung und nötigenfalls auch gegen die Bank selbst einreichen.

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Keystone

Marcel Ospel, Peter Kurer, Marcel Rohner und weitere ehemalige UBS-Chefs sollen nicht ungeschoren davon kommen. Die beiden Aktionärsgruppen Actares und Deminor wollen gegen sie klagen.

Sie tun das, weil die UBS-Verwaltungsrat in dieser Sache untätig sei. Und weil der politische Aufarbeitungsprozesses versandet sei, teilen die beiden Gruppen mit. Sie überlegen sich auch, gegen egen die Bank selbst ein Verfahren anzustrengen.

Deminor hat viel Erfahrung mit Klagen

Die 1990 gegründete Deminor-Gruppe ist das führende europäische Unternehmen im Bereich der Dienstleistungen für Investoren und hat bereits in Verfahren gegen Parmalat, Natixis, Fortis, Marionnaud, Madoff oder Lehman Brothers die Interessen der Aktionärinnen und Aktionäre vertreten.

Am 14. April 2010 hat das UBS-Aktionariat der Führung die Entlastung für das Geschäftsjahr 2007 verweigert, für die Jahre 2008 und 2009 aber erteilt. Da allfällige Unregelmässigkeiten aus diesen beiden Jahren am 15. Oktober 2010 verjähren, müsse jetzt gehandelt werden, so Actares.

Hoffen auf weitere Grossaktionäre

Actares und Deminor wollen zuerst interessierte Aktionärinnen und Aktionäre zusammenzuführen und den derzeitigen Verwaltungsrat von UBS ein letztes Mal aufzufordern, gegen die ehemalige Unternehmensspitze vorzugehen.

Sollte der Verwaltungsrat weiterhin untätig bleiben, werde man danach verschiedene Klagen einleiten. Ziel ist es, eiine Entschädigung für UBS und auch für die Aktionärinnen und Aktionäre zu erwirken.

Actares hofft, dass sich andere Grossaktionäre an dem Vorstoss anschliessen. Sie denkt dabei vor allem an Pensionskassen, Anlagefonds und Finanzinstitute). (rsn)

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